Ein bis zwei Meter hohe Heckenpflanzen, unbelaubt, auf langem Steifen zwischen Acker und Feldweg
Ackersäumende Heckenpflanzung © Alina Schaak

Hecken leisten einen wichtigen Beitrag für Biodiversität, Klimaanpassung und eine nachhaltige Landnutzung. Das folgende Praxisbeispiel zeigt, welche Vorteile Hecken für Landwirtschaft und Kommunen bieten, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Pflanzung erfüllt sein sollten und worauf es bei Umsetzung, Pflege und langfristiger Entwicklung in der Praxis ankommt.

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Zusammenfassung

Hecken sind Multitalente nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für die Landwirtschaft. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und fördern auch Insekten. Gleichzeitig erfüllen sie wichtige Funktionen für die Landwirtschaft: Sie schützen vor Bodenerosion durch Wind und Wasser, verbessern das Kleinklima und mindern die Austrocknung der angrenzenden Flächen. Nicht nur Insekten und andere Tiere gewinnen Lebensraum, auch Anwohnende und Erholungssuchende profitieren von dem abwechslungsreichen Landschaftsbild sowie der Klimaschutzwirkung. Es gibt also viele gute Gründe Hecken zu pflanzen.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine Hecke erfolgreich zu etablieren? Wie sieht die langfristige Pflege aus und welche Herausforderungen sind zu erwarten?

Dieses Praxisbeispiel gibt einen Überblick über den Nutzen von Hecken, die wichtigsten Standortanforderungen und zeigt anhand von Erfahrungen auf, wie eine erfolgreiche Umsetzung gelingen kann.


Mehrwert für den Insektenschutz

Hecken sind wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Insekten, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Gehölze wie z. B. Weißdorn, Schlehe, Wildrosen und Weiden bieten Nahrung für alle Entwicklungsstadien von Insekten. Gleichzeitig fungieren dichte Strukturen aus Ästen, Laub und Totholz als Unterschlupf und Winterquartier.

Durch ihre lineare Struktur fördern Hecken die Vernetzung von Lebensräumen. Sie ermöglichen Insekten zu wandern und bilden Trittsteine, um neue Lebensräume zu besiedeln, Nahrungsquellen und Plätze für die Eiablage zu finden. Besonders wertvoll sind mehrreihige Hecken bestehend aus einer Vielzahl an gebietsheimischen Sträuchern, die sowohl früh- als auch spätblühende Gehölze enthalten und so über lange Zeiträume Nahrung bereitstellen.

Hecken sind somit ein wichtiger Baustein für den Erhalt von Bestäubern und Nützlingen und tragen zur Stabilisierung von (Agrar-)Ökosystemen bei.


Mehrwert für die Landwirtschaft und Kommunen

Für angrenzende landwirtschaftliche Flächen bieten Hecken zahlreiche Vorteile. Sie wirken bei Wetterextremen ausgleichend und mindern deren Auswirkungen. Hecken reduzieren Windgeschwindigkeiten, schützen so vor Winderosion und verhindern das Austrocknen des Bodens. Der Windschutz einer Hecke kann bis in eine Entfernung vom 25-fachen der Heckenhöhe reichen. Bei einer Heckenhöhe von 4 m ist also noch in 100 m eine Abschwächung der Windgeschwindigkeit gegeben. Der Effekt für den Windschutz ist neben Art und Dichte der Hecke von der Windstärke und der Windrichtung abhängig. Bei Regenereignissen tragen quer zur Erosionsrichtung gepflanzte Hecken zum Wasserrückhalt bei, indem sie den Oberflächenabfluss verlangsamen und Bodenerosion verhindern. Damit bieten sie für Landwirte und Landwirtinnen eine wertvolle Möglichkeit zur Anpassung an den Klimawandel.

Ein weiterer Vorteil ist ihr Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen. Hecken beherbergen zahlreiche Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen und Florfliegen, die Schädlinge auf den Feldern in Schach halten. Dadurch kann der Pestizideinsatz verringert werden.

Werden Hecken als Teil eines Agroforstsystems gepflanzt, können Landwirte und Landwirtinnen durch sie zusätzliche Erträge aus Wertholz, Hackschnitzeln oder Früchten generieren. Bei entsprechender Zertifizierung können die Hecken auch zur Gewinnung von autochthonem Saatgut genutzt werden.

Auch Kommunen profitieren von Hecken: Sie tragen zu einem attraktiven Landschaftsbild bei, fördern die Biodiversität, bieten Erholungsräume für die Bevölkerung und sorgen im Sommer für eine Abkühlung der Temperaturen. Zudem binden sie CO₂ und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Auch die Auswirkungen von Extremereignissen können durch den Wasserrückhalt mit Gehölzen in Siedlungen gemindert werden.


Standortvoraussetzungen

Optimal für die Pflanzung von Hecken sind Flächen mit guter Wasserversorgung ohne Staunässe. Es können auch trockenere oder nährstoffärmere Standorte bepflanzt werden, wenn die Gehölzauswahl entsprechend angepasst wird. Tiefwurzelnde Arten wie Weißdorn, Feldahorn oder Hainbuche eignen sich gut für trockene Standorte, während Weiden oder Erlen feuchtere Böden bevorzugen.

Auch die Sonneneinstrahlung spielt eine Rolle: Während Wildrosen und Schlehen sonnige Standorte bevorzugen, gedeihen Hasel oder Hartriegel auch im Halbschatten. Eine artenreiche Mischung sorgt für eine widerstandsfähige und funktionale Hecke.

Hecken können auf landwirtschaftlichen oder kommunalen Flächen gepflanzt werden. Sie sollten so positioniert sein, dass sie die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen möglichst wenig behindern. Fahrgassen und Wendeplätze sind in der Planung zu berücksichtigen. Der Mindestabstand einer Hecke zum Acker ist i.d.R. in den Nachbarrechtsgesetzen der Länder geregelt. Auch im Hinblick auf angrenzende nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen ist ein landesspezifischer Mindestabstand zwischen der Hecke und dem Nachbargrundstück einzuhalten. Dies gilt auch für Hecken, die im Innenbereich angelegt werden (hier gibt der jeweilige Bebauungsplan Auskunft zum Mindestabstand). Alternativ können auch die zuständigen Naturschutzbehörden Auskunft erteilen.

Bei der Anlage auf landwirtschaftlichen Flächen ist zu überlegen, ob ein dauerhaftes Landschaftselement geschaffen oder mit einem Agroforstsystem eine Nutzung der Hecke realisiert werden soll.

Breite Hecken können mit Bäumen kombiniert werden. Nicht in jeder Region ist die Pflanzung von Bäumen sinnvoll, da manche Offenland-Vogelarten, insbesondere Bodenbrüter, einen definierten Abstand von Bäumen einhalten. Die Gebiete auf die dies zutrifft, sind in der Regel bekannt und können leicht bei den Unteren Naturschutzbehörden oder einem örtlichen Naturschutzverein erfragt werden.


Umsetzung

Bodenvorbereitung:
Die richtige Bodenvorbereitung ist entscheidend für eine erfolgreiche Heckenpflanzung und unterscheidet sich je nach Flächentyp:

  • Ackerland: Da Ackerböden oft eine intensive Bearbeitung erfahren haben, sind sie in der Regel locker und gut durchwurzelbar. Allerdings kann die Nährstoffversorgung unausgewogen, und damit die Konkurrenz durch Beikräuter ein Problem sein. Vor der Pflanzung sollte eine mechanische Bodenbearbeitung (z. B. tiefes Pflügen oder Fräsen) mit anschließendem Eggen erfolgen, um eine lockere, durchwurzelbare Struktur zu schaffen. Eine Mulchschicht aus Stroh, Holzhäckseln oder anderem organischen Material, die nach dem Pflanzen ausgebracht wird, kann helfen Feuchtigkeit zu speichern und Beikrautwuchs zu reduzieren.
  • Grünland: Hier stellt die dichte Grasnarbe eine besondere Herausforderung dar. Ohne Vorbereitungsmaßnahmen können sich die Heckenpflanzen nur schwer etablieren. Ein bewährtes Verfahren ist das Abfräsen oder Umgraben der Pflanzstreifen (ca. 1 m Breite pro Reihe). Alternativ kann eine Schwarzbrache durch Abdeckung mit Pappe oder Folie über mehrere Monate erfolgen, um die Grasnarbe zu schwächen. Besonders bei trockenheitsanfälligen Standorten kann das Einbringen von organischem Material, wie Hornmehl oder Kompost, in die Pflanzgruben das Anwachsen unterstützen.

Pflanzung und Pflanzgut:       
Die optimale Pflanzzeit liegt, insbesondere in trockenen Regionen, im Herbst (Oktober bis Dezember). Seit dem 2. März 2020 darf laut §40 Bundesnaturschutzgesetz das Saat- und Pflanzgut sowohl von krautigen Arten als auch von Gehölzen in der freien Natur nur noch innerhalb ihrer Vorkommensgebiete ausgebracht werden. Das heißt, außerhalb von Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Kulturen ist es verpflichtend, Gehölze aus der entsprechenden Vorkommensregion zu verwenden.

Auch bei Agroforstmaßnahmen auf Acker oder Grünland sollten heimische Gehölze bevorzugt werden. Besonders bewährt haben sich Arten wie Hasel, Weißdorn, Schlehe, Liguster, Wildrosen, Hainbuche oder Holunder, da sie gut mit den wechselnden Witterungsbedingungen zurechtkommen und gleichzeitig Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Vögeln bieten. Eine Mischung aus früh- und spätblühenden Sträuchern sowie unterschiedlichen Wuchshöhen fördert die ökologische Wertigkeit.

Gehölze, die als Nacktwurzler verkauft werden, sind in der Regel kostengünstiger. Sie stehen bei den Baumschulen meist im Herbst zur Verfügung.

Ebenso sollten eher kleinere Sträucher und Heister für Bäume Verwendung finden. Sie wachsen besser an und sind kostengünstiger. Zudem ist der Zuwachs bei den kleineren Gehölzen zumeist so stark, dass Größenunterschiede in wenigen Jahren nicht mehr zu sehen sind.

Je nach gewünschter Dichte erfolgt die Pflanzung in einer oder mehreren Reihen mit Abständen von etwa 1 bis 1,5 Metern zwischen den Pflanzen, sowohl in der Reihe als auch zwischen den Reihen. Mehrreihige Pflanzungen sind ökologisch wertvoller, da sie eine höhere Strukturvielfalt bieten und Windschutz und Habitatqualität verbessern.

Anwuchspflege:
In den ersten Jahren ist eine ausreichende Wasserversorgung entscheidend. Besonders auf ehemaligen Ackerflächen kann eine zusätzliche Mulchschicht helfen, die Feuchtigkeit zu halten. Um Wildverbiss zu verhindern, können natürliche Vergrämungsmittel, z. B. stark riechende pflanzliche Mittel wie Knoblauch oder Zwiebelextrakte, tierische Haarbüschel oder Exkremente, eingesetzt werden. Eine weitere gute Möglichkeit vor Verbiss zu schützen, ist eine Umzäunung, die nach frühestens 3 – 4 Jahren abgebaut wird. Bei geringem Zuwachs sollte die Zeit verlängert werden.

In jedem Fall sollte bei Hecken, die an einen Acker angrenzen, in den ersten Jahren eine Wurzelerziehung erfolgen. Dazu werden die Wurzeln, die in den Acker wachsen, mit einem Tiefenpflug oder Schwert durchtrennt. Auf diese Weise wird eine Wurzelkonkurrenz zur angrenzenden Kultur vermieden.  Zusätzlich sollte immer ein Saum mit einer Mindestbreite von 3 m angelegt werden. Die Anlage eines Saumes bildet einen optimalen Übergang zwischen Hecke und Acker und schont dabei den Wurzelbereich der Hecke. Die Pflege des Saumes sollte nur alle 2 Jahre möglichst gegenläufig zur Pflege des angrenzenden Grünlands bzw. der Bewirtschaftung des Ackers erfolgen.

Entwicklung und Folgepflege:
In den ersten 3 – 5 Jahren konkurrieren Gräser und andere Pionierpflanzen mit den jungen Gehölzen um Wasser und Nährstoffe. Eine regelmäßige Bodenpflege, beispielsweise durch Mulchen oder vorsichtige mechanische Bearbeitung kann helfen, die Konkurrenz zu reduzieren. Ein erster Formschnitt sollte nach 2 -3 Jahren erfolgen, um eine dichte, verzweigte Struktur zu fördern. Bei trockener Witterung ist außerdem eine Bewässerung der Pflanzen in den ersten ca. 3 – 4 Jahren unumgänglich.

Langfristig ist eine regelmäßige Pflege notwendig, um die Hecke funktionsfähig zu halten. Dazu gehört alle 10 – 15 Jahre ein abschnittsweiser Rückschnitt auf den Stock. Dies verhindert übermäßige Verholzung und fördert den Neuaustrieb. Viele Praxisberichte zeigen, dass ein flexibler Rückschnitt der einzelnen Gehölzarten je nach individuellem Wachstum zu einer robusteren und naturnäheren Gestaltung führt.

Wichtig bei Landschaftselementen ist die Beachtung der Naturschutzvorgaben. Pflegemaßnahmen sind hier auf die Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar zu beschränken, um Störungen in der Brut- und Nistzeit von Vögeln zu vermeiden. Das Häckselgut kann z. B. als Energieholz verwertet, für Baumscheiben genutzt oder als Humus, z. B. mit Gärresten aus der Biogasanlage vermischt, auf Ackerkulturen ausgebracht werden.

In den ersten 3 – 5 Jahren konkurrieren Gräser und andere Pionierpflanzen mit den jungen Gehölzen um Wasser und Nährstoffe. Eine regelmäßige Bodenpflege, beispielsweise durch Mulchen oder vorsichtige mechanische Bearbeitung kann helfen, die Konkurrenz zu reduzieren. Ein erster Formschnitt sollte nach 2 -3 Jahren erfolgen, um eine dichte, verzweigte Struktur zu fördern. Bei trockener Witterung ist außerdem eine Bewässerung der Pflanzen in den ersten ca. 3 – 4 Jahren unumgänglich.

Langfristig ist eine regelmäßige Pflege notwendig, um die Hecke funktionsfähig zu halten. Dazu gehört alle 10 -15 Jahre ein abschnittsweiser Rückschnitt auf den Stock. Dies verhindert übermäßige Verholzung und fördert den Neuaustrieb. Viele Praxisberichte zeigen, dass ein flexibler Rückschnitt der einzelnen Gehölzarten je nach individuellem Wachstum zu einer robusteren und naturnäheren Gestaltung führt.

Wichtig bei Landschaftselementen ist die Beachtung der Naturschutzvorgaben. Pflegemaßnahmen sind hier auf die Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar zu beschränken, um Störungen in der Brut- und Nistzeit von Vögeln zu vermeiden. Das Häckselgut kann z. B. als Energieholz verwertet, für Baumscheiben genutzt oder als Humus, z. B. mit Gärresten aus der Biogasanlage vermischt, auf Ackerkulturen ausgebracht werden.


Herausforderungen und Aufwand

Finanzielle und zeitliche Investition
Die Anlage einer Hecke erfordert sowohl finanzielle Mittel als auch Zeit. Die größten Kostenpunkte sind die Arbeitszeit für das Pflanzen der Gehölze sowie die Pflege und das Mulchen der Pflanzen. Auch die Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss dürfen nicht unterschätzt werden und können höhere Investitionen erfordern. Förderprogramme von Bund und Ländern können finanziell unterstützen. Die mögliche Bodenbearbeitung gehört bei Landwirten und Landwirtinnen zur Routine und ist vergleichsweise unaufwändig. Wird die Hecke als Landschaftselement etabliert, geht Wirtschaftsfläche verloren und der Wiederverkaufswert kann gemindert werden.

Pflanz- und Pflegeaufwand
Die Pflanzung ist arbeitsintensiv, besonders wenn die Fläche vorher vorbereitet werden muss (z. B. durch das Entfernen einer dichten Grasnarbe auf Grünland oder das Auflockern verdichteter Ackerböden). In den ersten Jahren ist eine regelmäßige Kontrolle notwendig: Beikrautdruck, Trockenstress und Fraßschäden durch Wildtiere können das Wachstum beeinträchtigen. Besonders in den ersten 3 – 5 Jahren sollte regelmäßig gemulcht, gegossen und gegebenenfalls nachgepflanzt werden.

Standort- und Witterungsrisiken
Extreme Witterungsbedingungen wie lange Trockenperioden, Staunässe oder Spätfröste können das Anwachsen der Hecke erschweren. Auf trockenen Standorten sollte daher darauf geachtet werden, trockenheitsresistente Gehölze zu wählen. Staunässe kann durch gezielte Bodenlockerung oder Drainageschichten reduziert werden.

Wildverbiss und Beeinträchtigungen durch Landwirtschaft
Junge Pflanzen sind besonders anfällig für Verbiss durch Rehe, Hasen und Nagetiere. Ohne Schutzmaßnahmen wie Wuchshüllen oder Dornensträucher als Pufferzone kann es zu starken Ausfällen kommen. Ein weiterer Konfliktpunkt ist die Nähe zu bewirtschafteten Flächen: Beim Mähen oder Spritzen kann es zu unbeabsichtigten Schäden an den Gehölzen kommen. Klare Absprachen mit Bewirtschaftenden und mechanische Schutzmaßnahmen wie Fahrgassen oder Markierungen können helfen, diese Probleme zu vermeiden.

Rechtliche und bürokratische Herausforderungen
Je nach Standort müssen behördliche Vorgaben beachtet werden. In Schutzgebieten oder an Gewässern gelten besondere Regeln für Pflanzabstände und Gehölzauswahl. Auch Eigentumsverhältnisse und Förderkriterien sollten vorab geprüft werden, um spätere Konflikte zu vermeiden.

Trotz dieser Herausforderungen überwiegen langfristig die Vorteile: Eine gut etablierte Hecke erfordert nur noch minimale Pflege, bietet dauerhaft ökologische und wirtschaftliche Vorteile und steigert die Landschaftsqualität nachhaltig.


Erfahrungen und Tipps für die Praxis

Gehölzauswahl und Standortanpassung
Ein häufiger Fehler bei der Heckenpflanzung ist die zu dichte Pflanzung oder die Verwendung von ungeeigneten Pflanzenarten für den jeweiligen Standort. Gerade bei der ersten Pflanzung ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen und die Bodenbeschaffenheit sowie die klimatischen Bedingungen vorab zu prüfen, , s.a. Standortvoraussetzungen. Ein weiterer Fehler ist das Vernachlässigen der Anwuchspflege, s.a. Umsetzung).

Mischkulturen für mehr Vielfalt
Eine Gehölzhecke aus nur wenigen Arten kann anfälliger für Krankheiten und Schädlinge sein und bietet weniger Lebensräume für Wildtiere. Daher sollte eine ausgewogene Mischung verschiedener Sträucher und Bäume angestrebt werden. Eine größere Artenvielfalt fördert die ökologische Stabilität. Gleichzeitig sichern unterschiedliche Blüh- und Fruchtzeiten ganzjährig Nahrungsquellen für Insekten und Vögel.

Vermeidung von häufigen Fehlern
Ein häufiger Fehler bei der Heckenpflanzung ist die zu enge Pflanzung oder die Verwendung von ungeeigneten Pflanzenarten für den jeweiligen Standort. Gerade bei der ersten Pflanzung ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen und die Bodenbeschaffenheit sowie die klimatischen Bedingungen vorab zu prüfen, s.a. Standortvoraussetzungen. Ein weiterer Fehler ist das Vernachlässigen der Anwuchspflege: In den ersten Jahren ist es entscheidend, den Heckenpflanzen regelmäßige Pflege zukommen zu lassen (Mulchen, Gießen, Schutz vor Wildverbiss), s.a. Herausforderungen und Aufwand.

Zusammenarbeit mit Nachbarn und Kommunen
Die Zusammenarbeit mit benachbarten Landwirtinnen und Landwirten oder Kommunen kann sehr hilfreich sein, insbesondere wenn Hecken in einer Reihe oder entlang von Wegen gepflanzt werden. Ein gemeinsamer Pflegeplan oder ein Austausch über Pflegemaßnahmen hilft, Konflikte zu vermeiden und gewährleistet, dass die Hecke langfristig gut funktioniert.


Weiterführende Informationen

• Bioland, KÖN, Bio Austria,FiBL (2011): Merkblatt „Hecken planen, pflanzen, pflegen. Eine praktische Anleitung für Landwirte. (abgerufen am 15.10.2025)

• WWF Deutschland (2026): Pflanzt du noch oder summt es schon? Praktische Tipps zur Auswahl insektenfreundlicher Pflanzen.

• Landesanstalt für Umwelt (LfU) (2024): Gebietsheimische Gehölze in Baden-Württemberg. Das richtige Grün am richtigen Ort. (abgerufen am 07.04.2025)

• Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) (2021): Hecken und Feldgehölze mit ihren Säumen der Vielfalt (abgerufen am 22.09.25)

• Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) (2024): Anlage von Hecken – Anlage von Struktur- und Landschaftspflegelement (KULAP I88) (abgerufen am 22.09.25)

• Hansjörg Haas (2023): Das große GU Praxishandbuch Pflanzenschnitt. 2. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag. ISBN: 978-3-8338-8963-9


Autor*innen:

• Johannes Tschisch, BROMMI-Projektmanager Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

• Florian Lauer, BROMMI-Projektmanager Biosphärenreservat Mittelelbe

• Alina Schaak, BROMMI-Projektmanagerin Biosphärengebiet Schwarzwald

• Wiltrud Fischer, BROMMI-Projektmanagerin Biosphärenreservat Rhön

 

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