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Veredlung erhält alte Sorten

Apfel ist nicht gleich Apfel – Die Sortenvielfalt auf den Streuobstwiesen ist groß. Ob säuerlich, wie der Brettacher, oder süß, wie der Rote Eiserapfel oder der Öhringer Blutstreifling, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Sortenvielfalt hat auch ökologische Vorteile. Durch die unterschiedlichen Blühzeitpunkte von Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume sowie die unterschiedlichen Reifezeiten der… Weiterlesen »

Die Brennnessel als Raupenfutter

Wo Brennnesseln gedeihen ist der Boden stickstoffreich. Sie besitzen somit eine Zeigerfunktion für die Beschaffenheit des Bodens. Die Brennnessel ist äußerst anspruchslos. Man findet sie häufig als sogenannte Ruderalvegetation auf Flächen, die früher einmal genutzt wurden und dann lange brach lagen, wie auf unserer Projektfläche in Weilheim an der Teck im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Brennnesseln… Weiterlesen »

Apfel- und Birnbaum bekommen die Krone schön

Die alten Obstbäume haben mittlerweile ein mächtiges Kronendach entwickelt. Hin und wieder ist es notwendig die Zweige zu kürzen und etwas auszulichten, ähnlich wie beim Haareschneiden. Der Pflegeschnitt dient dazu, die Statik der Krone zu erhalten und verlängert die Lebensdauer des Obstbaumes, so dass er seine ökologische Funktion erfüllen kann. Besondere Totholzstrukturen, die für einige… Weiterlesen »

Flüssiges Gold

Oft ist es für Streuobstwiesenbesitzer nicht möglich das gesamte Obst zu verbrauchen oder zu verkaufen. Aber wohin mit den vielen Äpfeln, Birnen und Kirschen? Eine Möglichkeit, ist die Saftherstellung. Was ist das Besondere an Säften aus Streuobst im Gegensatz zum industriell hergestellten Saft? Um beim Beispiel des Apfels zu bleiben: Der industriell hergestellte Apfelsaft besteht… Weiterlesen »

Schlankheitskur für die Wiese

Die Fläche lag lange Zeit brach und wurde nicht gepflegt. Dadurch entwickelte sich eine artenarme Gehölzsukzession. Büsche und Sträucher hatten die Fläche schon so weit zugewuchert, dass wir sie zurückschneiden mussten. An einigen Stellen sieht man noch die nackte Erde. Gräser und Kräuter müssen sich den Raum erst zurückerobern. Nach und nach wird es dann… Weiterlesen »

Kleinstrukturen beleben die Artenvielfalt

Höhlen in den alten Obstbäumen, Totholz- und Reisighaufen aber auch Holzstapel sind auf der Streuobstwiese und in der Umgebung vorhanden. Erd- und Graswege sowie Böschungen beleben das Landschaftsbild zusätzlich. Die Totholz-, Reisighaufen und Holzstapel wurden entfernt. Am Rande der Streuobstwiese wachsen hohe Stauden. Deren lange Stängel sind Rückzugsräume für Insekten. Wenn im Sommer das Gras… Weiterlesen »

Die Streuobstwiese gedeiht prächtig

Was einst eine Brache war erblüht nun zu neuem Leben. Da einige Bäume gefällt wurden kann die Wiese endlich aufatmen, denn Luft und Licht entfachten neues Leben im Unterwuchs. Die zweischürige Mahd tat das Übrige und bereitete den Boden für ein üppiges Wachstum einer artenreichen Krautschicht vor. Einige Vertreter der Wiesenpflanzen sind typische Magerkeitszeiger. Wenn… Weiterlesen »

Weg frei für eine artenreiche Wiese voller blühender Kräuter und Stauden

Der Unterwuchs ist so stark verfilzt – da hilft nur noch eine totale Abräumung des Grasfilzes durch Erstpflegemahd. Das heißt, wir mähen einmal gründlich durch und räumen das verklumpte Gras von der Fläche. Dann noch etwas mit dem Rechen ran, damit der Boden wieder „atmen“ kann. Später soll dann zweimal im Jahr gemäht werden, um… Weiterlesen »

Baumpflege

Auf der Fläche stehen einige ökologisch wertvolle Altbäume. Alte Obstbäume dienen für Tiere und Insekten als Habitatbäume, denn sie gewähren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. Die abgestorbenen Zweige werden stehen gelassen. Ein mittelalter Mittelstamm erhält einen Revitalisierungs- und anschließenden Pflegeschnitt. Die Altbäume belassen wir wie sie sind.      

Mehr Licht und Luft für die Artenvielfalt

Den elf Obstbäumen auf der Projektfläche geht es gar nicht gut, Kirschen, Zwetschgen und Apfelbäume sind stark beschädigt und stehen zu dicht. Manche der Obstbäume stehen schief und Äste drohen abzubrechen. Solche abgebrochenen Äste, wie oben im Bild, sind wertvolle Totholz-Lebensräume für Insekten. Sie sollten daher auf der Fläche liegen gelassen werden. Wir haben 4… Weiterlesen »

Ausgangszustand

Die Streuobstwiese wurde lange nicht genutzt, die Brache beginnt zu verbuschen. Um die artenarme Fläche aufzuwerten, wird eine Erstpflegemahd mit gründlichem Abräumen des Grasfilzes benötigt. Zur Aushagerung der Fläche sollte danach eine extensive Mähweide oder zweischürige Mahd eingeführt werden.

Der Baumbestand ist stark verbesserungswürdig. Die elf Obstbäumen, darunter Kirschen, Zwetschgen und Äpfel sind teilweise beschädigt oder stehen zu dicht. Hier empfiehlt sich das Entfernen einzelner, junger Mittelstämme. Langfristig ist nur eine Baumreihe in der Mitte mit einem Abstand von 20 bis 25 Metern anzustreben.

Prognose

Durch Erstpflege und Einführung einer zweischürigen Mahd wird die Fläche ausgehagert und wird deutlich kraut- und artenreicher. Dadurch werden auch Mageranzeiger auf der Wiese vorhanden sein. Positiv wirkt sich die verbesserte Besonnung des Bodens aus durch die Entnahme mehrerer Bäume. Der Mahd-Turnus (zweischürig) sollte mittelfristig beibehalten werden. Die alten Habitatbäume sind weiterhin wertvoll für die Fauna, der Revitalisierungs- und Pflegeschnitt des Apfelbaums wirkt sich positiv auf dessen Wachstum aus. Eine Verbesserung der Altersstruktur ist nicht möglich, da – aufgrund fehlender Bewirtschaftung – keine Pflege der Neupflanzung möglich ist.

Streuobstwiesen

Maßnahmen zum Baumbestand

Ziel ist es, eine Streuobstwiese mit altersgemischten Baumbestand aus hochstämmigen Obstbäumen (mindestens 1,80m Stammhöhe) zu schaffen. Bereits bestehende Mittelstämme (bis 1,60m Stammhöhe) bleiben auf den Flächen. Es wird eine Bestandsdichte von 50-70 Bäumen/ha angestrebt, damit für Wiesenpflanzen genügend Licht auf den Boden fällt.

Maßnahmen zum Unterwuchs

Ziel ist es, ein artenreiches Grünland (je nach Standort Fettwiese/ -weide oder Magerwiese/ -weide) mit extensiver Nutzung zu etablieren. Die Nutzung bzw. Pflege des Unterwuchses ist grundsätzlich möglich durch Beweidung oder Mahd.

Maßnahmen zum Baumbestand

Ziel ist es, eine Streuobstwiese mit altersgemischten Baumbestand aus hochstämmigen Obstbäumen (mindestens 1,80m Stammhöhe) zu schaffen. Bereits bestehende Mittelstämme (bis 1,60m Stammhöhe) bleiben auf den Flächen. Es wird eine Bestandsdichte von 50-70 Bäumen/ha angestrebt, damit für Wiesenpflanzen genügend Licht auf den Boden fällt.

Pflegeschnitt

In der Regel wird alle fünf Jahre ein Pflegeschnitt an ertragsfähigen Bäumen durchgeführt. Ziel des Pflegeschnitts ist es, ausreichend Licht und Luft in die Baumkrone zu bekommen.

Revitalisierungsschnitt

Altbäume, die lange nicht geschnitten wurden, können durch einen sogenannten Revitalisierungsschnitt (oder Verjüngungsschnitt) bei regelmäßiger Durchführung langfristig erhalten werden.

Baumfällungen

Die Entnahme einzelner Bäume in dichten Beständen fördert die Besonnung der verbleibenden Baumkronen und des Unterwuchses. Dies kann die Nahrungsgrundlage vieler in Streuobstwiesen lebender Tierarten und damit die Artenvielfalt erhöhen.

Maßnahmen zum Unterwuchs

Ziel ist es, ein artenreiches Grünland (je nach Standort Fettwiese/ -weide oder Magerwiese/ -weide) mit extensiver Nutzung zu etablieren. Die Nutzung bzw. Pflege des Unterwuchses ist grundsätzlich möglich durch Beweidung oder Mahd.

Mahd

Mahd heißt immer mähen und abräumen des Mahdgutes von der Fläche. Diese gemähten Wiesen weisen in der Regel eine höhere Vielfalt an Pflanzen- und Insektenarten auf. Um letztere zu schonen, kommen nur Mähgeräte mit einer einstellbaren Höhe von mindestens acht Zentimetern zum Einsatz. Je nach Beschaffenheit der Wiese erfolgt die Mahd einmal (einschürig), zweimal (zweischürig) oder dreimal (dreischürig) im Jahr. Wird das Mahdgut in Ausnahmefällen nicht abtransportiert, kann die Einrichtung eines Komposthaufens vor Ort erfolgen.

In diesem Projekt arbeiten wir zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen mit folgenden regionalen Partnern zusammen:

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Blühende Streuobstwiesen, von Schafen gepflegte Wacholderheiden und sattgrüne Buchenwälder prägen die Schwäbische Alb und das Vorland. Die Kulturlandschaft zwischen Stuttgart und Ulm, im Herzen Baden-Württembergs, wurde 2009 als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet. Die vielfältige Landschaft bietet nicht nur Fauna und Flora wertvollen Lebensraum, sie ist zugleich auch Lieferant für Rohstoffe wie Alblinsen, Schafswolle, Schnecken, Getreide, Amaranth und vieles mehr.

Weitere Informationen: http://www.nationale-naturlandschaften.de/gebiete/biosphaerengebiet-schwaebische-alb/

Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

Entlang des Albtruafs liegt die größte Streuobstlandschaft Mitteleuropas. Der 2012 in Weilheim/Teck gegründete Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. setzt sich für den Erhalt und die Vermarktung dieser einzigartigen Landschaft ein. Über 240 Mitglieder, darunter beispielsweise die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis, die Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen, zahlreiche Städte und Gemeinden, sowie Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Betriebe aus den Handlungsfeldern Obst- und Gartenbau, Naturschutz, Tourismus, Dienstleistung und Produktion und viele weitere machen den Verein durch Ihre Kenntnisse und Kompetenzen ebenso vielfältig wie die Streuobstlandschaft. Das Schwäbisches Streuobstparadies e.V. ist als Hilfsperson für Nationale Naturlandschaften e.V. in der Projektregion aktiv und organisiert und überwacht die durchgeführten Maßnahmen der zertifizierten Naturschutzprojekte.