Auf der Streuobstwiese in Hümpfershausen sollen alte und teils seltene Birnensorten bewahrt werden. Das klappt durch eine langbewährte Technik: Die Veredlung. Bei diesem Verfahren wird ein Trieb (Reiser) des gewünschten Obstbaumes abgetrennt und auf eine sogenannte „Unterlage“ eines anderen Obstbaumes angebracht. Beide verbinden sich und wachsen zusammen. Die Unterlage bildet das Wurzelwerk auf dem der Baum wächst. Unser Bewirtschafter hat verschiedene Birnensorten veredelt und als junge Bäume auf die Projektfläche gepflanzt. Es sind auch ein paar unbekannte Sorten dabei. Damit sie einen guten Start haben, erfolgt die Aufzucht der Jungbäume direkt vor Ort und nicht in einer Baumschule. Der Vorteil: Die Birnbäume können sich während des Wachstums optimal an die Boden- und Lichtverhältnisse anpassen. Über die Jahre sollen die Birnbäume zu Hochstämmen erzogen werden.
Junger Birnbaum / Foto: © LPV Rhön
  Titelbild: Veredelter Birnbaum aus der Familie der Forellenbirnen mit Verbissschutz / Foto: © LPV Rhön