Fast gespenstisch wirken die abgestorbenen Obstbäume, die zwischen ihren prachtvoll grünen Nachbarn stehen. Doch sie sind wichtig für die biologische Vielfalt. Denn der vermeintlich tote Baum birgt einiges an Leben: Spinnen, Käfer und andere Insekten finden in dem morschen Holz perfekte Überlebensbedingungen. In ihren Kronen finden sich viele abgestorbene Äste und im Stamm haben sich im Laufe der Zeit Spalten und Höhlen gebildet. Daher bleiben einige Obstbäume auf der Streuobstwiese als Habitatbäume stehen. Eine Kirsche stirbt langsam ab und bei einigen Apfelbäumen sind große Seitenäste abgebrochen. Zwei der Bäume, die bald absterben, müssen wir entfernen. Ebenso einige der Jungbäume, da sie zu dicht und an ungeeigneter Stelle gepflanzt wurden. Durch den äußerst günstigen Standort bieten sich optimale Voraussetzungen alte Birnen- und Apfelsorten nachzupflanzen.