Fast 15.000 Quadratmeter umfasst die Streuobstwiese. Zu Projektbeginn sah es noch wild aus auf der Projektfläche: Genau 103 Bäume stehen hier: Eine bunte Mischung aus Apfel-, Birnen-, Kirschen- und Zwetschgen-Bäumen jeden Alters. Auch andere Laubbäume wachsen auf der Streuobstwiese, die da aber eigentlich nicht hingehören. Einige Birken und Fichten hatten sich auf die Streuobstwiese verirrt. Sie wurden gefällt. Bei den Obstbäumen handelt es sich um Hochstämme, d.h. ihr Kronenansatz beginnt zwischen 160 und 180 Zentimetern Höhe. Gute Voraussetzungen für die Entwicklung der biologischen Vielfalt, denn in hohen Obstbäumen sind die Lebensbedingungen für baumbewohnende Tiere und Insekten besser als in niederstämmigen Obstbäumen. Die hohen Stämme der Obstbäume bieten viel mehr Platz als ihre niederstämmigen Verwandten. Baumhöhlen, die sich im Laufe der Jahre gebildet haben, dienen Höhlenbrütern wie einigen Vogel- und Fledermausarten als Brutplatz. Insekten finden in Spalten und Rissen der Rinde Unterschlupf. In den Kronen können viele Vogelarten sicher nisten.
Ein abgestorbener Obstbaum mit vielen Höhlungen. Er wurde als Habitatbaum stehen gelassen.