Verfilzt und zugewachsen – so kann man den Zustand des Unterwuchses zu Beginn des Projektes beschreiben. Verarmt an Pflanzenarten durch unsachgemäße Pflege, hat sich im Laufe der Zeit eine sogenannte Fettwiese oder Fettweide entwickelt. Das abgeschnittene Gras wurde als Mulch liegen gelassen und wirkte wie Dünger, so dass immer mehr Nährstoffe in den Boden gelangten. Blühende Gräser haben da keine Chance und es setzen sich nur die daran angepassten Arten durch. Die höchste Artenvielfalt haben Wiesen auf eher nährstoffarmen Standorten. Sie brauchen einen mageren Boden. Daher wird auf unseren Projektflächen das Mahdgut abtransportiert, damit der Boden nicht gedüngt und „erstickt“ wird. Der dichte Grasfilz muss auch entfernt werden, um den Boden auszuhagern. Mit der Zeit setzen sich dann immer mehr Gräser und Kräuter durch, die mit ihren Blüten viele Insekten anziehen.

Kann das Mahdgut nicht außerhalb der Projektflächen entsorgt werden, wird auf der Fläche an einer geeigneten Stelle ein Komposthaufen angelegt.

Künftig soll zweimal im Jahr gemäht werden. Die erste Mahd erfolgt Anfang/Mitte Juni, die zweite dann im Herbst, Anfang September. Das Mahdgut bleibt nicht mehr auf der Fläche liegen, sondern wird abgeräumt, damit es nicht zur Überdüngung des Bodens kommt. Mit der Zeit spült der Regen die überschüssigen Nährstoffe aus dem Boden heraus. Eine artenreiche Magerwiese kann sich entwickeln.