Kategorie: Sonstige Biotopmaßnahmen – Produktionsseparierte Maßnahme – Mehrjährig

Ein Totholzhaufen bestehend aus dickeren und dünneren Ästen liegt auf einer saftig grünen Wiese. Im HIntergrund ist die erkennbare Umgebung hügelig mit einzelnen Bäumen.
Totholzinsel © Martin Rudolph

Beschreibung

Totholzhaufen aus Ästen, Stammstücken oder Wurzelstöcken schaffen vielfältige Lebensräume für zahlreiche Insektenarten. Sie können zum Beispiel bei der Heckenpflege, Baumschnitt oder Forstarbeiten anfallen und sinnvoll vor Ort genutzt werden, statt das Material zu entfernen (siehe auch Praxisbeispiel Totholz- und Lesesteinhaufen).


Standort-Eignung

Besonders geeignet sind sonnige Säume, mehrjährige Brachen sowie wenig gestörte Grünflächen. Auch an Waldrändern, Wegrändern oder in Parks lassen sich Totholzhaufen gut integrieren. Optimal sind Haufen ab etwa einem halben Meter Höhe mit unterschiedlich dicken Holzstücken.


Insektenschutzpotenzial

Totholz bietet Rückzugsorte, Überwinterungsplätze und Bruträume für viele Insekten. In der lockeren Struktur leben beispielsweise Ameisen oder Kurzflügelkäfer, während im Holzinneren spezialisierte Arten wie holzzersetzende Käfer vorkommen. Auch Wildbienen, Grabwespen, Schwebfliegen und zahlreiche weitere Arten profitieren von diesen Strukturen.


Hinweise zur Umsetzung

Totholzhaufen sollten mehrere Jahre liegen bleiben, da sich ihr ökologischer Wert mit zunehmendem Alter erhöht. Sie müssen jedoch gelegentlich von beschattendem Bewuchs freigehalten und bei starkem Zerfall neu aufgeschichtet werden. Ein unbehandelter Randstreifen und eine möglichst schonende Pflege der angrenzenden Flächen verbessern die Wirkung zusätzlich.


Weiterführende Informationen

 

 

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