Kategorie: Sonstige Biotopmaßnahmen – Produktionsseparierte Maßnahme – Mehrjährig

Natursteine sind zu einem etwa hüfthohen länglichen Hügel aufgehäuft.
Steinstrukturen bieten Brutplätze, Deckung und Überwinterungsmöglichkeiten © Josephine Kuczyk

Beschreibung

Lesesteinhaufen, Steinriegel oder Trockenmauern bieten trocken-warme Lebensräume mit vielen Hohlräumen. Sie können durch das Aufschichten neuer oder Freiräumen bereits vorhandener Steine hergestellt werden (s. auch Praxisbeispiel Totholz- und Lesesteinhaufen).


Standort-Eignung

Ideal sind sonnige, windgeschützte Lagen an Säumen, Brachen, Wegrändern, in Gärten oder Parks mit trockenen Bedingungen. Steinbiotope können bestehende Habitate wie Hecken oder Totholzstrukturen zusätzlich aufwerten. In der Nähe von Steinstrukturen sollte ein vielfältiges Blütenangebot vorhanden sein, für bestimmte Insektenarten auch gezielte Futterpflanzen wie Fetthennen.


Insektenschutzpotenzial

Steinstrukturen bieten Brutplätze, Deckung und Überwinterungsmöglichkeiten für viele wärmeliebende Insektenarten. Dazu gehören Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Heuschrecken. Die Steine speichern Wärme und schaffen ein stabiles Mikroklima, das für die Entwicklung vieler Arten entscheidend ist.


Hinweise zur Umsetzung

Die Steinstrukturen sollten mindestens etwa einen halben Meter hoch sein und aus unterschiedlich großen Steinen bestehen, die trocken aufgeschichtet werden. Hohlräume sind dabei ausdrücklich erwünscht. Eine regelmäßige Pflege ist notwendig, um Verbuschung und zu starke Beschattung zu verhindern. Ab bestimmten Größen können Steinstrukturen als geschützte Landschaftselemente anerkannt werden.


Weiterführende Informationen

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