Kategorie: Sonstige Biotopmaßnahmen – Produktionsseparierte Maßnahme  – mehrjährig

Am Rande einer Uferböschung ist eine dreiteilige Insektennisthilfe aus Holz aufgestellt. Seitig des Holzkastens hängt eine Erklärtafel mit Bildern.
Nisthilfen bieten bestimmten Insektenarten Brutplätze © Hanna Rubenbauer

Beschreibung

Künstliche Insekten-Nistkästen und Wildbienen-Nisthilfen bieten bestimmten Insektenarten gezielte Brutplätze. Dazu zählen insbesondere Bienenhotels, sogenannte Lebenstürme oder mit Naturmaterial gefüllte Gabionen. Sie werden vor allem dort eingesetzt, wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, etwa im Siedlungsbereich auf öffentlichen Grünflächen oder an Gebäuden (siehe auch Praxisbeispiel Bau von Wildbienen-Nisthilfen).


Standort-Eignung

Geeignet sind sonnige, möglichst windgeschützte Standorte an Säumen, in Parks, Gärten, auf Hofstellen oder an Wegrändern. Wichtig ist, dass sich in der näheren Umgebung ein vielfältiges Blütenangebot befindet, damit die Tiere ausreichend Nahrung finden.


Insektenschutzpotenzial

Die Nisthilfen unterstützen Wildbienenarten, die in Holz, Pflanzenstängeln oder markhaltigen Halmen nisten. Auch andere Insekten wie Käfer oder Ohrwürmer können die Strukturen nutzen. Der Schwerpunkt liegt auf Fortpflanzung und Überwinterung einzelner Arten, weniger auf der allgemeinen Förderung der Insektenvielfalt.


Hinweise zur Umsetzung

Damit Nistkästen tatsächlich genutzt werden, ist eine fachgerechte Bauweise entscheidend. Viele handelsübliche Modelle weisen bauliche Mängel auf und bleiben wirkungslos. Gute Anleitungen helfen, Fehler zu vermeiden. Die Nisthilfen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ein unbehandelter Pufferstreifen von etwa 50 Zentimetern sowie ein extensiv gepflegtes Umfeld erhöhen die Wirksamkeit.


Weiterführende Informationen

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