Obst gehört zu einer gesunden Ernährung dazu. Streuobstwiesen stellen die Versorgung mit frischen Früchten sicher. Gerade im Winter, wenn das Angebot an Feldfrüchten, mit Ausnahme von Kohl, nicht mehr gegeben ist, ist Obst aller Art eine wertvolle Vitaminquelle. Wissenschaftlich erwiesen ist: Obst enthält viele wichtige Inhaltsstoffe, die der Mensch zum Leben braucht und die sogar gegen Krankheiten helfen. Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien fördern die Abwehrkräfte und halten uns leistungsfähig. Vor allem in Äpfeln stecken einige Stoffe, die vielen Krankheiten und Beschwerden entgegenwirken. Äpfel enthalten besonders viel Vitamin C, welches eine antioxidative Wirkung hat, die uns vor freien Radikalen schützt, welche Krebs verursachen können. Außerdem stärkt es unsere Abwehrkräfte. Der Vitamin C-Gehalt schwankt je nach Sorte. In Mostobstsorten findet man besonders viele Polyphenole. Das sind Stoffe, mit denen sich die Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten schützen. Sie beeinflussen auch den Geschmack der Früchte. Den Polyphenolen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Studien im Labor bescheinigen den Pflanzenstoffen eine ebenso antioxidative Wirkung wie dem Vitamin C. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und regulieren den Blutdruck. Die Sorte Roter Fresquin enthält besonders viel dieses Vitalstoffes. Die Apfelsorte wächst auch auf unseren Projektflächen. Mineralstoffe, wie Kalzium, Magnesium und Kalium sind gut für unsere Knochen und Muskeln. Eine Menge positive Auswirkungen, die mit dem Verzehr von Obst einhergehen. Aber Achtung! Die meisten dieser Superstoffe liegen unter der Schale, die man deswegen am besten mitisst. In alten Sorten ist der Vitamingehalt oft höher als in konventionell angebautem Obst. Ein weiterer Pluspunkt für alte Obstsorten ist die bessere Verträglichkeit für Allergiker. Ursache hierfür ist wahrscheinlich die große genetische Variabilität. Schon unsere Vorfahren wussten um die gesundheitsfördernden und -erhaltenden Kräfte von Apfel, Birnen und Co. Dies zeigt schon folgender Spruch „An apple a day keeps the doctor away (frei übersetzt: „ein Apfel am Tag – mit dem Doktor keine Plag“). Auch im Mittelalter gab es Vorstellungen über den Zusammenhang von Obst und Gesundheit. Dies zeigen alte Rituale und Sprüche. Eine Vielzahl alter Apfelsorten wächst auf unseren Projektflächen im Biopshärengebiet Schwäbische Alb. Darunter die Sorten Glockenapfel, Brettacher, Gewürzluike, Roter Boskoop oder Geheimrat Dr. Oldenburg. Die Äpfel werden jeden Herbst von unseren Bewirtschafter*innen geerntet und zu den umliegenden Mostereien gebracht, wo sie zu Saft verarbeitet werden. Es bleiben aber auch immer einige Früchte für den puren Genuss übrig.
Äpfel von den Streuobstwiesen / Foto: © Stephanie Schubert / Nationale Naturlandschaften e. V.
Titelbild: Obst ist gesund und schmeckt gut. / Foto: © Schwäbisches Streuobstparadies e. V.