Die ersten Frühlingsboten verzaubern die Streuobstwiesen. Mit fröhlichem Gezwitscher läuten Vögel wie der Grünspecht den nahenden Frühling ein und erste Schmetterlinge taumeln über das zarte Grün der Wiesen. Bald erstreckt sich ein Blütenmeer auf den saftigen Wiesen. Viele Gräser und Kräuter beginnen schon früh den neuen Lebenszyklus und locken Bestäuber an. Mit der Zeit zieht nach und nach mehr Leben ein und die Biodiversität auf der Streuobstwiese entfaltet sich mehr und mehr. Diese Entwicklung verdanken wir den emsigen Helfern, welche mit fachkundiger Hand die Maßnahmen auf den Projektflächen umsetzen. Ein oft gesehener Gast auf der Streuobstwiese ist der Gartenrotschwanz. Er bezieht gern ausgediente Spechthöhlen in den Ästen der Bäume. Auch der Wendehals, eine in Deutschland mittlerweile stark gefährdete Vogelart, findet in ausgedienten Höhlen der hohen Stämmen Unterschlupf. Gerade für seltene und gefährdete Höhlenbrüter ist die Streuobstwiese eine der letzten Rückzugsorte. Ein Grund mehr sie zu schützen!
Baumhöhlen im abgestorbenen Obstbaum.

Titelbild: Blühende Streuobstwiese / Foto: Anita Naumann