Das Gebiet
Der Nationalpark Harz besticht durch die Vielfalt seiner Naturausstattung, maßgeblich bedingt durch die großen Höhenunterschiede. Am Nord- und Südrand, ab rund 200 m ü. NHN, findet man ausgedehnte Buchenwälder. In den Hochlagen des Harzes, die von der Brockenkuppe mit seinen 1.141 m ü. HNH überragt werden, ist die Fichte die heimische Baumart. Sie wurde aber in der Vergangenheit auch in den tieferen Lagen angepflanzt und war lange Zeit die dominierende Baumart im Harz. Diese war den Witterungsextremen wie Niederschlagsmangel und extremen Temperaturen der vergangenen Jahre allerdings nicht gewachsen. Heute stehen und liegen sie als Mahnmal für unsere nicht-nachhaltige Lebensweise, vor allem aber als wertvolles Totholz im Schutzgebiet und bieten einer jungen vielfältigen Waldwildnis beste Startbedingungen. Das heißt aber nicht, dass es grundsätzlich an Wasser mangelt. Überall im Harz spielt es eine entscheidende Rolle. Es sprudelt in naturnahen Bächen zu Tal und bietet vielen Tieren, wie z. B. Schwarzstorch, Wasseramsel und Bachforelle, Lebensraum.
Die Oberharzer Moore zählen zu den besterhaltenen und beeindruckendsten deutschen Moorlandschaften. Viel Wasser in Form von Niederschlag ist Voraussetzung für die Moorentstehung und das Moorwachstum. Hier wachsen zahlreiche Torfmoose und bizarre Flechten. Hinzu kommen die zahlreichen Moorschlenken, also Wasserrinnen, die einen wertvollen Lebensraum für Libellen bieten.
Naturschutz
2003 wurden die beiden Nationalparke Hochharz und Harz von der IUCN international als Nationalparke (Kategorie II der IUCN-Kategorisierung) anerkannt. Diese Anerkennung gilt auch für den 2006 fusionierten Nationalpark. Drei Viertel der rund 250 km² großen Fläche liegen in der Naturdynamikzone, in der keine Maßnahmen mehr durchgeführt werden. 24 Prozent sind als Naturentwicklungszone ausgewiesen, in der noch Maßnahmen zur Förderung der Naturnähe möglich sind. Die Fläche der Nutzungszone (z. B. Berg-Mähwiesen) liegt unter einem Prozent (Stand 2026). Große Teile des Nationalparks sind als FFH-Gebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet gemeldet.
2005 wurde der Nationalpark Harz in die Europäische Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten aufgenommen.
Aktiv vor Ort
Ein Tag vor Ort
Auf Goethes Spuren auf den Zauberberg der Deutschen: Die Wanderung von Torfhaus über den Goetheweg auf den Brocken dauert ca. zwei Stunden. Informiere dich vorab im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus über deine Route entlang der Harzer Moore und durch die entstehende Bergwildnis. Unterwegs erfährst du an den „Wildnis-Entdeckerstationen Torfhaus“ Wissenswertes über das Große Torfhausmoor, welche Entwicklung die Harzer Wälder mit der Zeit durchlaufen haben und was sie jetzt, im Schutz des Nationalparks so besonders macht. Auf dem Brockengipfel bietet das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus eine umfangreiche Nationalpark-Ausstellung. Eine Führung mit der Nationalpark-Rangerin oder dem Ranger auf dem Brocken-Rundweg um die Bergkuppe eröffnet dir neue Aus- und Einblicke. Der benachbarte Brockengarten zeigt rund 1.500 Hochgebirgspflanzen aus der ganzen Welt. In der Blühsaison von Mitte Mai bis Mitte Oktober kann der botanische Garten montags bis freitags (außer an Feiertagen) zweimal täglich mit dem Brockengärtnern erkundet werden. Am Wochenende ist der Besuch im Rahmen der Rundweg-Führung möglich.
Eine Woche vor Ort
- Montag: Auf dem Naturmythenpfad bei Braunlage unsere Beziehung zum Wolf ergründen oder den Bachnymphen lauschen.
- Dienstag: Auf dem Seelenpfad bei Herzberg die wohltuende Wirkung der Natur erfahren und in den Buchenwäldern rund um Lonau wandeln.
- Mittwoch: Familienprogramm – Erkundung des Löwenzahn-Entdeckerpfades bei Drei Annen Hohne. Anschließend Forschen und Basteln mit dem Ranger am Natur-Erlebniszentrum HohneHof.
- Donnerstag: „Wildnisspaziergang“ mit Nationalpark-Rangerin oder Ranger ab Torfhaus und danach ein Besuch in der neu gestalteten Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
- Freitag: Besuch im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und beim nahen Nationalpark-Partner, dem Bergwerksmuseum und Weltkulturerbe Grube Samson. Abends „Der Fledermaus auf der Spur“.
- Samstag: Nach einem Besuch der Wald-Erlebnisausstellung mit Luchs-Info im HarzWaldHaus in Bad Harzburg geht es zur öffentlichen Fütterung der Luchse im Nationalpark-Luchsgehege an der Rabenklippe.
- Sonntag: Abstecher in die Ausstellung im Nationalparkhaus Ilsetal und dann eine Rundwanderung durch das wild-romantische Ilsetal.
Barrierefrei besuchen
Die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken mit Besuch des Nationalpark-Besucherzentrums Brockenhaus, eine Busfahrt zur Schaufütterung am Luchsgehege oder ein Besuch der Ausstellung im HarzWaldHaus in Bad Harzburg – das sind nur einige der barrierefreien Angebote im Nationalpark Harz. Besuche das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg oder das Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus – weitere Auskünfte erhältst du bei der Nationalparkverwaltung und unter www.nationalpark-harz.de/barrierefrei
Anreise
Mit der Bahn:
Von Norden bis Bad Harzburg oder Wernigerode; von Süden bis Herzberg oder Bad Lauterberg. Weiterreise mit dem Bus (Infos unter: www.fahrtziel-natur.de) oder der Harzer Schmalspurbahn (www.hsb-wr.de).
Mit dem Auto:
Über die Bundesstraßen B 6 (Goslar – Bad Harzburg – Wernigerode), B 81 (Halberstadt – Wernigerode), B 27 / B 243 (Osterode – Herzberg – Bad Lauterberg – Braunlage) oder B 4 / B 242 (Braunlage)
Urlaub bei den Nationalpark-Partnern: Gastgeber mit Herz und Haltung
Erleben Sie die faszinierende Naturlandschaft rund um den Nationalpark Harz und entdecken Sie vielfältige Angebote in der Nationalparkregion: vom Hotel über die Ferienwohnung und das Selbstversorgerhaus bis zum Natur-Fotokurs, zur geführten Mountainbike-Tour, zum regionalen Handwerk und zur Harzer Kultur. Die Nationalpark-Partner sind Ansprechpartner vor Ort. Als Botschafterinnen und Botschafter vermitteln sie Wissenswertes über den Nationalpark Harz, die Region und geben Hinweise für einen rücksichtsvollen Aufenthalt in Natur und Landschaft.
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Besuch- und Informationszentren
Tourismusinformation
Harzer Tourismusverband e.V.
Marktstr. 45
38640 Goslar
Telefon 05321 340 40
info@harzinfo.de
harzinfo.de
Nationalparkzentren
Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus
Auf der Brockenkuppe
Tel.: 039455 5000-5
brockenhaus@t-online.de
www.brockenhaus-harz.de
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus 8
38667 Torfhaus
Telefon 05320 331 790
post@torfhaus.info
torfhaus.info
Stempelstellen für den EntdeckerPass
Im EntdeckerPass stellen sich die 142 Nationalen Naturlandschaften (NNL) vor. Mehr zum EntdeckerPass und die Möglichkeit zum Bestellen finden Sie auf dieser Seite:
https://nationale-naturlandschaften.de/natur-erleben/entdeckerpass/
Hier finden Sie unsere Stempelstellen:
Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus
Auf dem Brocken
Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus 8, 38667 Torfhaus
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg | Besucherzentren | Nationalpark Harz
HarzWaldHaus Bad Harzburg
Nordhäuser Straße 2e, 38667 Bad Harzburg
HarzWaldHaus Bad Harzburg | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Drei Annen Hohne 100, 38875 Wernigerode
Natur-Erlebniszentrum HohneHof | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Nationalparkhaus Ilsetal
Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg
Nationalparkhaus Ilsetal | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Nationalparkhaus Schierke
Brockenstraße, 38879 Schierke
Nationalparkhaus Schierke | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Rangerstation Scharfenstein
am Scharfenstein
Rangerstation Scharfenstein | Besucherzentren | Nationalpark Harz
Die Öffnungszeiten können Sie den verlinkten Websites entnehmen.