Kategorie: Ackerbau  – Produktionsintegrierte Maßnahme
– ein- und mehrjährig

Lichtacker im Biosphärenreservat Mittelelbe © Florian Lauer

Beschreibung

Anbau von Getreide oder anderen Druschfrüchten mit reduzierter Pflanzendichte (25 – 50 % der üblichen Saatstärke), während das Wachstum von Beikräutern zugelassen wird. Verzicht auf Herbizide und mechanische Beikrautregulierung. Die Maßnahme eignet sich ab einer Saison.


Standort-Eignung

Die Maßnahme eignet sich für Äcker auf mageren bis mittleren Böden ohne Problemunkräuter.


Insektenschutzpotenzial

Das Blüh-Angebot sowie auch Samen und andere Pflanzenteile der geförderten Ackerwildkräuter verbessern das Nahrungsangebot für Insekten erheblich. Durch den Verzicht auf Herbizide und mechanische Störungen wird die Gefährdung der Insekten erheblich reduziert. Die lichte Bestandsstruktur ist z.B. für Heuschrecken und Laufkäfer attraktiv. Neben den Hauptprofiteuren unter den Tagfaltern, Wildbienen, Heuschrecken und Laufkäfern werden auch einige Arten der Schwebfliegen und Florfliegen begünstigt.


Hinweise zur Umsetzung

Die Maßnahme ist einfach umsetzbar über eine verminderte Saatgut-Ausbringung. Dabei können flexibel schmale Drilllücken zwischen den Spurbreiten, erweiterte Drillabstände (30-50 cm), ganze Spurbreiten (1,6-2 m), Fenster (mind. 20 m²) oder eine großflächige Reduzierung der Saatstärke genutzt werden.

Es besteht das Risiko einer übermäßigen Verunkrautung, darum sollte die Maßnahme nicht auf Flächen mit problematischen Beikräutern umgesetzt oder entsprechende Teilbereiche davon ausgenommen werden. Durch Beikräuter und lichte Bestände können Ertragseinbußen zwischen 10 und 40 % entstehen.


Weiterführende Informationen

 

 

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