Kategorie: Grünland – Ackerbau – Sonstige Biotopmaßnahmen

– Produktionsintegrierte Maßnahme – ein- oder mehrjährig

An einem Hügelhang liegen die langen Büschel des Wiesenschnitts in Reihen.
Ergebnis nach Hochschnitt am Hang © Martin Rudolph

Beschreibung

Beim Hochschnitt wird das Gras nicht bodennah gemäht, sondern mit einer erhöhten Schnitthöhe. Dadurch bleiben Pflanzenstängel und ein Teil der Vegetation erhalten. Diese Form der Mahd reduziert Verluste von Insekten .


Standort-Eignung

Der Hochschnitt eignet sich für Grünland, Ackerfutterflächen und Saumstrukturen. Besonders sinnvoll ist er beim ersten Schnitt im Jahr sowie während der Sommermonate, wenn viele Insekten aktiv sind und empfindliche Entwicklungsstadien der Insekten im Bestand vorkommen.


Insektenschutzpotenzial

Eine höhere Schnitthöhe bietet Insekten mehr Deckung und schützt sie vor Austrocknung, insbesondere Heuschrecken. Eier, die an Pflanzenstängeln abgelegt werden – etwa von Bläulingen – bleiben erhalten. Gleichzeitig regeneriert sich die Vegetation schneller, Kräuter werden geschont und Blühphasen setzen früher wieder ein. Insgesamt werden Gefährdungen durch die Mahd deutlich reduziert, vor allem in Kombination mit weiterer insektenschonender Bewirtschaftung.


Hinweise zur Umsetzung

Als günstig gelten Schnitthöhen zwischen etwa 8 und 15 Zentimetern. Besonders wirksam ist ein effektiver Freiraum von mindestens 10 Zentimetern unter dem Mähwerk, was meist durch eine Einstellung auf rund 12 Zentimeter Mahdhöhe erreicht wird. Dies kann technisch durch den Einbau von Kufen unter dem Mähwerk umgesetzt werden. Für einzelne empfindliche Arten, wie die Kurzflügelige Schwertschrecke, sind sogar Schnitthöhen von etwa 15 Zentimetern sinnvoll. Der Hochschnitt kann auf Teilflächen angewendet werden. Er entfaltet seine größte Wirkung, wenn er bei mehreren Mahdterminen im Jahr umgesetzt wird.


Weiterführende Informationen

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