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Jahresbericht 2025

Unternehmenskooperationen

Unsere Vision

Wir sind davon überzeugt, dass gemeinsam mit Unternehmen oft mehr für den Schutz von Natur- und Kulturlandschaften, eine nachhaltige Regionalentwicklung und den Tourismus in Deutschland erreicht werden kann. Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der Unternehmen gemeinsam mit den Nationalen Naturlandschaften die nachhaltige Entwicklung vorantreiben und wechselseitig voneinander lernen.

Projekte für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt

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Vor-Ort-Besichtigung des Renaturierungsprojektes „Waldmannswiesen“ zum Start des Projekts 2024 mit (von rechts nach links): Timm Gutensohn (Umweltbeauftragter), Holger Zwick (Stadtbürgermeister Dahn), Michael Zwick (Verbandsbürgermeister Dahner Felsenland), Michael Homann (Geschäftsführungsvorsitzender Stadtwerke Karlsruhe), Markus Schleyer (Leiter Umweltschutz Stadtwerke Karlsruhe), Christian Bergius (Direktor DACH EcoTree), Sonja Miller (Leiterin Unternehmenskooperationen NNL e. V.)
© Sonja Miller / Nationale Naturlandschaften e. V.
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Auf den ausgelichteten und wiedervernässten Flächen in ehemaligen Fichtenbeständen können sich wieder Torfmoose und andere feuchtigkeits- und lichtliebende Pflanzen- und Tierarten entwickeln.
© Timm Gutensohn / Stadt Dahn
Vor-Ort-Besichtigung des Renaturierungsprojektes „Waldmannswiesen“ zum Start des Projekts 2024 mit (von rechts nach links): Timm Gutensohn (Umweltbeauftragter), Holger Zwick (Stadtbürgermeister Dahn), Michael Zwick (Verbandsbürgermeister Dahner Felsenland), Michael Homann (Geschäftsführungsvorsitzender Stadtwerke Karlsruhe), Markus Schleyer (Leiter Umweltschutz Stadtwerke Karlsruhe), Christian Bergius (Direktor DACH EcoTree), Sonja Miller (Leiterin Unternehmenskooperationen NNL e. V.)
© Sonja Miller / Nationale Naturlandschaften e. V.

Der Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität sind Themen, die zunehmend auch in der Wirtschaftswelt stärker ins Bewusstsein rücken. In den Nationalen Naturlandschaften haben Unternehmen die Möglichkeit, sich auf vielfältige Art und Weise zu engagieren und mit ihrem Beitrag die biologische Vielfalt in den wertvollsten Landschaften Deutschlands zu schützen und zu fördern.

Mehrjährige Partnerschaft mit EcoTree für Moor- und Klimaschutz

Seit 2024 arbeiten wir mit EcoTree zusammen – einem Anbieter naturbasierter Lösungen für Unternehmen, die sich aktiv für Biodiversitäts- und Klimaschutz engagieren möchten. Mit EcoTree als Partner wollen wir in den kommenden Jahren Projekte mit messbarem Beitrag für Klima und Biodiversität in den NNL verwirklichen.

Im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen setzen wir mit EcoTree die Wiedervernässung der „Waldmannswiesen“ um – eine anmoorige Fläche von knapp sieben Hektar nahe der Stadt Dahn. Ziel ist es, den Wasserhaushalt zu stabilisieren, typische Moorarten wiederanzusiedeln und Kohlenstoff langfristig im Boden zu speichern. Im Jahr 2025 wurden standortfremde Nadelholzbestände entfernt, Entwässerungsgräben verschlossen, die natürliche Gewässerdynamik des Seibertsbachs gefördert und heimische Gehölze gepflanzt. Die Maßnahmen verbessern den Wasserrückhalt, stärken die Biodiversität und unterstützen die Wiederherstellung typischer Niedermoor- und Auenlebensräume.

Auch die Renaturierung des Schönwolder Moores im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee wurde durch EcoTree unterstützt. Das 131 ha große Moor zählt zu den letzten intakten Regenmooren Mecklenburg-Vorpommerns. Im Rahmen des Projekts wurden in den Jahren 2024 und 2025 umfassende Maßnahmen zur Wiedervernässung und Stabilisierung des Wasserhaushalts umgesetzt.

Mit den Grabenverlegungen, dem Bau von Stau- und Ablaufwerken, Verwallungen sowie weiteren Maßnahmen zur Wiedervernässung sind nun die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Regenmoores geschaffen. Das Projekt verbessert die Wasserrückhaltung und Wasserqualität im Gebiet und stärkt zugleich wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten wie Moorfrosch, Sonnentau, Wollgras und Kranich. Zur Dokumentation der langfristigen Entwicklung werden die erzielten Wirkungen durch ein umfassendes Monitoring von Wasserständen, Vegetation und Tierwelt über einen Zeitraum von 25 Jahren begleitet.

Wie geht es 2026 weiter?

Auch im kommenden Jahr setzen wir unsere Projekte für den Erhalt der biologischen Vielfalt mit bewährten und neuen Partnern fort. Ziel bleibt es, Lebensräume zu bewahren, Arten zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Natur in Zeiten des Klimawandels zu stärken.

Finanziert durch: EcoTree

Beteiligte Mitglieder: Biosphärenreservat Schaalsee, Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Kooperation mit: Stadt Dahn

Projekte für die Wildbiene im Berchtesgadener Land

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Ein wildbienenfreundlicher Stadtbaum zum Nutzen für Tiere und Menschen wird sorgfältig eingepflanzt
© Sabine Pinterits, Biosphärenregion Berchtesgadener Land
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Der Wettbewerb „Wilde Ecken“ wirbt landkreisweit dafür, Lebensräume für Wildbienen & Co zu schaffen
© Florian Mädler, Biosphärenregion Berchtesgadener Land
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Schließung einer Lücke im Baumbestand durch einen ausgewählten Biosphären-Stadtbaum
© Luis Frank, Biosphärenregion Berchtesgadener Land
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Ein junger Biosphären-Stadtbaum bekommt eine Stammstütze zur Stabilisierung und damit zum guten Anwachsen
© Luis Frank, Biosphärenregion Berchtesgadener Land
Ein wildbienenfreundlicher Stadtbaum zum Nutzen für Tiere und Menschen wird sorgfältig eingepflanzt
© Sabine Pinterits, Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Das Wildbienenprojekt startete bereits 2017 als Spendenprojekt der Allianz Deutschland AG in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen trägt das Projekt dazu bei, artenreiche Strukturen in der Kulturlandschaft der Biosphärenregion zu erhalten und somit wertvolle Lebensräume für die bedrohte Wildbiene zu schaffen: duftende Almen, bunte Blumenwiesen, blühende Gärten und Obstwiesen, abwechslungsreiche Landschaften mit Hecken, Bäumen und Waldrändern.

Die Wildbiene – faszinierend und unersetzlich in unseren Landschaften

Keine Art steht so umfassend für eine intakte und vielseitige Landschaft wie die Wildbiene. Deshalb steht der Schutz ihrer Lebensräume im Mittelpunkt des Wildbienenprojekts – damit schützen wir nicht nur die Wildbiene, sondern auch zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten.

Seit Projektstart 2017 konnten wir bereits 19 Teilprojekte gemeinsam mit Kommunen, Schulen, Vereinen, Betrieben und Privatpersonen umsetzen.

Wildbienenwettbewerb

Im Mai 2025 wurde im Rahmen der Biosphärentage ein Wettbewerb für die Artenvielfalt ausgerufen. Unter dem Titel „Wilde Ecken“ wurden landkreisweit innovative, kreative Projekte gesucht, die sich mit der Gestaltung und Umsetzung von Wilden Ecken für mehr Artenvielfalt beschäftigen. Die Wildbiene sollte dabei als Schirmart in den Mittelpunkt gerückt werden. Als „Wilde Ecken“ bezeichnet man kleinere oder größere Lebensräume, die reich an Strukturen sind oder besondere Strukturen aufweisen. Solch eine „Wilde Ecke“ kann viele Arten auf einmal beherbergen oder besondere Einzelarten fördern. Oft kann schon mit wenig Mitteln viel erreicht werden! Die eingereichten Vorschläge wurden von einer Jury bewertet, und das Gewinnerprojekt soll bis Frühsommer 2026 umgesetzt werden.

Biosphären-Stadtbäume

Bäume übernehmen innerhalb von Siedlungen zahlreiche wichtige Funktionen, sind gleichzeitig aber auch mit herausfordernden Lebensbedingungen konfrontiert: starke Versiegelung und wenig Wurzelraum, Verdichtung des Bodens, Überhitzung, Anfahrschäden, starker Rückschnitt aus Gründen der Verkehrssicherheit, wenig bis keine Humusbildung oder Einträge von Salz und anderen Chemikalien von der Fahrbahn. In diesem Zusammenhang stellt gerade der Klimawandel die Expert*innen vor große Fragen: Welche Baumarten werden in 100 Jahren in unseren Orten und Städten mit zunehmender Trockenheit und Hitze gut umgehen können? Was können wir bei der Wahl des Standortes und bei der Pflanzung heute schon beachten, damit wir Spätfolgen für Bäume vermeiden? Im Rahmen eines Trainingstages für Bauhöfe unter dem Titel „Der richtige Baum am richtigen Platz“ diskutierten die Teilnehmenden über diese Fragen. Zum Abschluss konnten die Kommunen je zwei wildbienenfreundliche Stadtbäume kostenfrei mitnehmen. Dafür wurde eine Liste an insektenfreundlichen Bäumen auf Basis der neuesten fachlichen Erkenntnisse zusammengestellt.

Wie geht es 2026 weiter?

Die Pflanzung der Biosphären-Stadtbäume erfolgt Ende April 2026 im Rahmen des „Internationalen Tages des Baumes“. Nach diesem Meilenstein wird das Wildbienenprojekt im Laufe des Jahres abgeschlossen werden.

Projektlaufzeit: 2017 bis 2026

Finanziert durch: Allianz Deutschland AG

Beteiligte Mitglieder: Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Mit Streuobst-Projekten biologische Vielfalt bewahren

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Natürliche Rasenmäher am Werk: Durch die schonende Beweidung bleibt die Streuobstwiese in Großenbrach artenreich und lebendig
© Dieter Weisenburger
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Die Streuobstwiese Großenbrach hat sich dank Pflege zu einem strukturreichen, attraktiven Lebensraum u. a. für den Grünspecht entwickelt, der für seinen Nachwuchs Bruthöhlen anlegt
© Dieter Weisenburger
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Bei der angewendeten Streifenmahd bleiben Bereiche gezielt ungemäht, um verschiedenen Insektenarten einen vollständigen, überjährigen Entwicklungszyklus zu ermöglichen
© Julia Gombert / Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e. V.
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Baumschonende Entfernung von Misteln: Durch das regelmäßige Herausbrechen der Halbschmarotzer, ohne Äste abzusägen, lässt sich der Mistelbefall schwächen
© Ricarda Blum / Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e. V.
Natürliche Rasenmäher am Werk: Durch die schonende Beweidung bleibt die Streuobstwiese in Großenbrach artenreich und lebendig
© Dieter Weisenburger

Streuobstwiesen beherbergen bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten und gelten damit als Hotspots der Biodiversität in Mitteleuropa. Viele Jahrhunderte prägten Streuobstwiesen das Gesicht unserer Kulturlandschaft. Heutzutage sind Streuobstwiesen durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft, Flächenverbrauch und Nutzungsaufgabe leider stark bedroht. Nicht nur die altbewährte Form des Obstanbaus droht dadurch auszusterben: Mit dem stetigen Rückgang der Streuobstwiesen verlieren auch zahlreiche gefährdete Arten ihren Lebensraum.

Vielfalt bewahren – Streuobstwiesen schützen

Um Streuobstwiesen in den NNL zu erhalten, vermarkten wir zertifizierte Streuobstwiesen-Projekte an Unternehmen. Die daraus erzielten Einnahmen fließen direkt in Pflegemaßnahmen – umgesetzt mit regionalen Partnern, Landschaftspflegeverbänden und engagierten Akteur*innen vor Ort.

Zu den langjährigen Unterstützern zählen die BIONADE GmbH und die Hochland Deutschland GmbH. Beide fördern Projekte im Rahmen eines Sponsoringpakets.

BIONADE setzt sich für Artenvielfalt ein

Im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gelang mit Unterstützung der BIONADE GmbH bereits im fünften Jahr die wirkungsvolle Pflege einer artenreichen Streuobstwiese in Großenbrach. Das abgestimmte Zusammenspiel aus Obstbaumschnitt und extensiver Schafbeweidung hat sich auch zum Abschluss der aktuellen fünfjährigen Förderphase durch BIONADE als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Es schafft die Balance zwischen Strukturreichtum, Offenhaltung und Blühvielfalt. Die kontinuierliche Pflege ist der Schlüssel dafür, dass die Fläche sowohl ökologisch als auch ästhetisch einen hohen Wert erreicht hat und diesen auch bewahrt. Die Abschlusskartierung 2025 zeigte eine stabile und artenreiche Vegetation mit zahlreichen typischen Wiesenarten. Eine leichte Zunahme der Artenvielfalt im Unterwuchs konnte festgestellt werden, trotz der herausfordernden Bedingungen eines außergewöhnlich trockenen Frühjahrs. Besonders erfreulich ist der zunehmende Anteil trockenheitsliebender Blühpflanzen, die den klimatischen Veränderungen trotzen und gleichzeitig wertvolle Nahrung für Insekten bieten. Die hohe Lebensraumqualität zeigt sich auch durch Nachweise von Steinkauz, Wendehals, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Haselmaus, Zauneidechse, Grünspecht, Hirschkäfer, Zwergfledermaus und Kleiner Abendsegler. Sogar Wildkatzen konnten bereits beim „Mäuseln“ auf der Wiese gesichtet werden – ein eindrucksvoller Beweis für die ökologische Attraktivität und Ruhe des Gebiets.

Sortenerhalt und Biotoppflege mit Hochland Deutschland

Rund sechzig Kilometer weiter, im thüringischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, konnten mit Unterstützung der Hochland Deutschland GmbH die gezielten Pflegemaßnahmen des Landschaftspflegeverbands „Thüringer Rhön“ e. V. im „Sortengarten am Spielberg“ in Hümpfershausen fortgesetzt werden. Aufgrund veränderter Standortbedingungen durch die zunehmende Trockenheit stand 2025 die Stabilisierung der Baumkronen im Fokus: Absterbende Äste wurden zurückgeschnitten und die Entwicklung vitaler Jungtriebe gezielt gefördert.

Das im Vorjahr getestete Verfahren zur baumschonenden Mistelbekämpfung zeigte Wirkung: Das regelmäßige Herausbrechen der Misteln, ohne die Äste abzusägen, führte zur Schwächung des problematischen Halbschmarotzers. Blüte und Frucht verzögerten sich deutlich. Deshalb wurde  diese Maßnahme 2025 fortgeführt. Ein gemeinsamer „Pflegezonentag“ mit vielen lokalen Partnern und Freiwilligen, die eine fachgerechte Anleitung zur baumschonenden Entfernung von Misteln erhielten, rückte die Problematik und deren Lösungsansatz in den öffentlichen Fokus.

Wie geht es 2026 weiter?

Ausgehend von der erfolgreichen Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren planen Nationale Naturlandschaften e. V. und BIONADE, ihr gemeinsames Engagement für die Streuobstwiese Großenbrach in den kommenden fünf Jahren fortzusetzen. Das 2023 begonnene und auf fünf Jahre ausgelegte Inwertsetzungsprojekt im thüringischen Hümpfershausen geht 2026 in sein viertes und damit vorletztes Jahr. 

Finanziert durch: BIONADE GmbH, Hochland Deutschland GmbH

Beteiligte Mitglieder: Biosphärenreservat Rhön (Bayern & Thüringen)

Kooperation mit: Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e. V., RhönNatur e. V.

Commerzbank-Umweltpraktikum

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In der „blinden Barfußraupe“ den Boden mit nackten Füßen wahrnehmen
© Carla Linden
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Umweltpraktikantinnen und -praktikanten betreuen auf Veranstaltungen Info-Stände der Schutzgebiete
© Anna Dehn
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Neben den Schwerpunkten Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit bietet das Praktikum auch Einblicke in andere Bereiche – zum Beispiel Forschung
© Eugen Nowak
In der „blinden Barfußraupe“ den Boden mit nackten Füßen wahrnehmen
© Carla Linden

Seit 1990 ermöglicht die Commerzbank jährlich rund 60 Studierenden aller Fachbereiche ein mehrmonatiges Umweltpraktikum in einer Nationalen Naturlandschaft. Seit 2023 verantwortet Nationale Naturlandschaften e. V. die administrative Koordination des Umweltpraktikums.

Umweltpraktikant*innen sind Multiplikator*innen der Nationalen Naturlandschaften

Vor 36 Jahren wurde das Commerzbank-Umweltpraktikum ins Leben gerufen. Seither ermöglicht die Commerzbank jährlich rund 60 Studierenden aller Fachbereiche ein mehrmonatiges Umweltpraktikum in einer Nationalen Naturlandschaft. Während ihres Praktikums arbeiten die Teilnehmenden in den Bereichen Umweltbildung, Besucherbetreuung sowie Öffentlichkeitsarbeit mit und erwerben dabei wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl. Dabei tragen sie den Naturschutzgedanken weiter. Darüber hinaus gewährt das Praktikum Einblicke in weitere Bereiche wie Forschung und Monitoring oder Regionalentwicklung.

Seit dem Start im Jahr 1990 haben bereits über 2.000 Praktikant*innen in den teilnehmenden Schutzgebieten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Zahlreiche ehemalige Teilnehmende des Commerzbank-Umweltpraktikums arbeiten heute als Mitarbeiter*innen in den Nationalen Naturlandschaften.

Die Commerzbank finanziert den Studierenden Praktikantengehalt und Unterkunft. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung vor Ort. Nationale Naturlandschaften e. V. hat die Koordination und inhaltliche Begleitung des Umweltpraktikums inne. Der Dachverband bereichert das Praktikumsprogramm um sein gebündeltes Know-how rund um Schutzgebietsthemen, unterstützt die Einsatzstellen und Umweltpraktikant*innen mit seinem Netzwerk und trägt mit dazu bei, die Studierenden als Multiplikator*innen für die Nationalen Naturlandschaften zu gewinnen. Im Praktikumsjahr 2025 wurden 62 Praktikumsplätze in 14 Nationalparken und sieben Biosphärenreservaten besetzt.

Wie geht es 2026 weiter?

Für 2026 stehen erneut rund 60 Praktikumsplätze in den teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften zur Verfügung.

Finanziert durch: Commerzbank AG

Beteiligte Nationalparke: Bayerischer Wald, Berchtesgaden, Hainich, Hamburgisches Wattenmeer, Harz, Hunsrück-Hochwald, Jasmund, Kellerwald-Edersee, Müritz-Nationalpark, Niedersächsisches Wattenmeer, Sächsische Schweiz, Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Unteres Odertal, Vorpommersche Boddenlandschaft

Beteiligte Biosphärenreservate: Bliesgau, Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, Pfälzerwald-Nordvogesen, Rhön, Schaalsee, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Spreewald

Kooperation mit: Commerzbank AG