Navigation überspringen

Workshops beim Einführungsseminar

Bitte melde dich über die Registrierungsseite (Online-Schaltung Anfang März 2027) bei je einem von vier zur Wahl stehenden Workshops am Donnerstag, den 01. April und Freitag, den 02. April 2027 an.

Die Teilnehmendenzahl pro Arbeitsgruppe ist auf etwa 15 Personen begrenzt! Bitte gib daher auch eine zweite und dritte Priorität an, für den Fall, dass es mit deinem Wunsch-Workshop nicht klappen sollte.

Wir teilen dir rechtzeitig im Vorfeld des Einführungsseminars deine Workshops mit.

Umweltpraktikant*innen sitzen im Kreis auf einer Lichtung inmitten abgestorbener Bäume.
Donnerstag, 1. April | Workshop 1

Gibt es in Deutschland Platz für echte Wildnis? – Erleben von und Nachdenken über Wildnis

Lukas Laux, Nationalpark Bayerischer Wald und Sinan von Stietencron, Künstler und Philosoph

„Natur Natur sein lassen“ ist das Leitthema der Nationalparke, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Eine neue Wildnis soll hier entstehen – doch funktioniert das wirklich und wie lässt sich diese nicht unumstrittene Idee den Menschen näherbringen? Bei einer Wanderung durch die entstehende Wildnis erarbeiten wir gemeinsam Ideen zu „richtig wilden“ pädagogischen Angeboten und Programmen. Wildnis ist ein kultureller Begriff, bei dem es keine klare Definition gibt. In einer philosophischen Runde werden die vielfältigen Facetten dieses Begriffs beleuchtet.

Eckdaten: Anspruchsvollere Wanderung querfeldein von max. 5 km, Arbeitsphasen im Seminargebäude des Wildniscamps

drei Personen untersuchen einen Bachlauf mit kleinen Lupen
Donnerstag, 1. April | Workshop 2

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in Schutzgebieten – Chancen und Herausforderungen

Gregor Wolf, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Nationalpark Bayerischer Wald

Die Nationalen Naturlandschaften haben alle das Ziel, die biologische Vielfalt zu schützen und die Menschen in Deutschland für Nachhaltigkeitsthemen zu gewinnen. Doch wer sind eigentlich „die Menschen“? Was interessiert sie und wie können wir sie mit unseren Botschaften und Angeboten eigentlich erreichen?

Nach einem kurzen theoretischen Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit allgemein, folgt ein vertiefter Einblick in die Medienarbeit. Konkret schauen wir uns an, wie Pressemitteilungen erstellt werden, welche Themen dafür relevant sind und welche Anforderungen moderne Redaktionsabläufe dabei an die Öffentlichkeitsarbeit der Schutzgebiete stellen. Wir streifen auch andere Kommunikationskanäle wie Social Media oder Formate wie Podcasts und diskutieren, wie die Zukunft der Öffentlichkeitsarbeit aussehen kann.

Für euer Praktikum sammeln wir mögliche Themen für die Öffentlichkeitsarbeit in eurem Schutzgebiet und ihr erstellt zur Übung eine erste eigene Pressemitteilung, die wir zusammen auswerten. Eigener Laptop oder Tablet von Vorteil.   

Eckdaten: Seminargebäude des Wildniscamps

Vier junge Menschen schlagen Holzlatten in ein Moor ein.
Donnerstag, 1. April | Workshop 3

Wasser, Landschaft, Klimawandel – welche Rolle spielen dabei Moore?

Rabea Klümpers, Bereich Forschung und Naturschutz Nationalpark Bayerischer Wald

Wasser ist für eine lebendige Landschaft unverzichtbar. Durch anthropogene Veränderungen und den Klimawandel geht das Wasser in der Landschaft verloren. Besonders in Moorgebieten führt dies zum Verlust einzigartiger, hoch spezialisierter Arten und Landschaftstypen. Moore trocknen aus und wandeln sich von Kohlenstoffsenken zu Kohlenstoffquellen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird es daher immer wichtiger, Wasser wieder zurück in die Landschaft zu bringen und Moore zu revitalisieren. Wir beschäftigen uns damit, wie dies erreicht werden kann.

Wie kann eine Moorrenaturierung ablaufen? Was muss dabei beachtet werden und was sind die langfristigen Auswirkungen? Diesen Fragen gehen wir im Rahmen einer Exkursion zu einer Moorfläche im Nationalpark nach. Bei guten Witterungsbedingungen werden wir aktiv an einer Moorrenaturierung arbeiten.

Eckdaten: Exkursion mit geringen Gehstrecken – allerdings in etwas unwegsamem Gelände; bei gutem Wetter Arbeitseinsatz vor Ort. Shuttle mit Kleinbussen. Wetterfeste Kleidung (Regenjacke & Regenhose) und gutes Schuhwerk zwingend erforderlich, die auch schmutzig werden können. Mitzubringen sind Gummistiefel (mitsamt wärmenden Socken) - einige Wenige können auch im Wildniscamp ausgeliehen werden.

Umweltpraktikantin hält lächelnd ihr Nature Journal in die Kamera, eine weitere Praktikantin liegt neben ihr auf der Wiese.
Donnerstag, 1. April | Workshop 4

Nature Journaling – Zeichnerische Zugänge zur Natur

Ella Krapf, Waldführerin Nationalpark Bayerischer Wald

Nature Journaling heißt neu Sehen lernen. Mit Stift und Papier üben wir uns wieder darin, genauer zu beobachten und lassen unserer Neugier freien Lauf. Wir stellen die “Fragen hinter den Fragen”, tauchen mit allen Sinnen in unsere Umgebung ein und gehen gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise. Selbst alltägliche Naturgegenstände werden wieder zu wertvollen Schätzen, die uns ihre Geschichten erzählen.

Unsere Naturbeobachtungen und Fragen dokumentieren wir mittels Worten, Bildern und Zahlen in unseren “Natur-Journalen” auf ganz individuelle Weise und erschaffen so eine wertvolle Sammlung unserer verbindenden Naturerlebnisse.

Im Fokus steht die Freude am kreativen Ausdruck, das Genießen des einfach Da-Seins und das Knüpfen neuer Beziehungen zur Natur in all ihren Facetten.

Eckdaten: Wir bleiben auf dem Außengelände des Wildniscamps; Skizzenheft und Stifte werden gestellt (falls vorhanden, gerne auch eigenes Skizzenbuch, Buntstifte, Aquarellkasten mitbringen).

Gipsfußspuren von den Pfotenabdrücken des Wolfs
Freitag, 2. April | Workshop 1

Grenzgänger Wolf – Herausforderungen und Chancen in der Umweltbildung

Petra Jehl, Ranger Nationalpark Bayerischer Wald

2017 ist nach über 150 Jahren wieder ein Wolfsrudel in den Nationalpark Bayerischer Wald zurückgekehrt – das erste freilebende Wolfsrudel Bayerns. Die Rückkehr der einst einheimischen Tierart sorgt nicht nur für Freude, sondern wird gesellschaftlich sehr kontrovers diskutiert. In der Umweltbildung des Nationalparks spielt das Raubtier schon seit Jahren eine wichtige und attraktive Rolle.

In diesem Workshop beschäftigen wir uns sowohl mit wölfischen Umweltbildungsangeboten für Kinder und Jugendliche im Nationalpark, als auch mit Angeboten für Erwachsene. Neben dem Erleben von vorhandenen Konzepten und Materialien steigen wir tief in die Wolfsdebatte ein und beschreiten gemeinsam kreative, informative und spielerische Wege, um das Thema Wolf noch besser an unsere Zielgruppe zu bringen.

Eckdaten: nach 1,5 stündiger Wanderung im Gelände Fortsetzung des Workshops im Haus zur Wildnis

eine behandschuhte Hand hält ein Behältnis mit zwei Käfern. Der eine Käfer ist schwarz, der andere schwarz-orange gestreift. Beide gehören aber zur selben Art: Totengräber.
Freitag, 2. April | Workshop 2

Die lebendigen Spuren des Todes – Hotspots der Biodiversität

Lea Gerhäußer, Geoökologin und Dr. Christian von Hoermann, Projektkoordinator Aasprojekt Universität Würzburg

Auch wenn der Tod ein Teil des Lebens ist, findet man ihn und seine Spuren nur selten in der Landschaft. Lange herrschte die Vorstellung, dass in einem gesunden Wald keine toten Bäume oder gar tote Tiere vorkommen. Doch genau diese Spuren des Todes sind Hotspots der Biodiversität und als solche wichtig für die natürlichen Prozesse des Waldes.
Grund genug, sich Tod und Zersetzung einmal genauer anzuschauen. Besondere Einblicke darauf gibt der Workshop unter anderem auch durch einen Programmpunkt direkt am Tierkadaver.

Eckdaten: Wanderung von ca. 2-8 km Länge je nach Witterung in der Nähe des Wildniscamps, Vortrag im Seminargebäude des Wildniscamps

 

eine Person in roter Jacke und schwarzer Mütze führt eine Person in blauer Jacke und verbundenen Augen einen Weg im Wald entlang
Freitag, 2. April | Workshop 3

Natur für alle – Wie können wir Naturerleben barrierefrei(er) gestalten?

Judith Dahlke, Rangerin und Günter Sellmayer, Ranger Nationalpark Bayerischer Wald

Den Wald sehen – ohne Augenlicht… den Wind durch die Wiese rauschen hören – ohne Hörvermögen…. in die Natur gehen – mit Rollstuhl… den Wald verstehen – mit geistiger Behinderung… so what???

Jeder Mensch hat das Recht auf Teilhabe. Aber wie können wir für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen Natur erlebbar machen?

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach: Was ist überhaupt eine Einschränkung? Welche Möglichkeiten haben wir? Was geht, was nicht?

Mit dem E-Rolli einen barrierearmen Wanderweg erkunden, mit Brillen verschiedene visuelle Einschränkungen erleben und viele weitere praktische Übungen sollen Euch einen kleinen Ideenkoffer mit auf euren Weg geben, wie ihr individuell auf besondere Gruppen und Personen eingehen könnt.

Eckdaten: Wir bleiben im Umfeld des Wildniscamps

 

Eine Person sitzt in der Natur mit einem Eierkarton als Farbpalette neben sich und zeichnet mit einem Pinsel Flechten auf eine Leinwand.
Freitag, 2. April | Workshop 4

Kunst mit und in der Natur – sich von Naturstrukturen inspirieren lassen

Karin Bergdolt, Werkstatt für Ästhetische Bildung und Zukunftsorientiertes Lernen

Die Natur ist voller unzähliger unterschiedlicher Strukturen. Die künstlerische Arbeit in und mit der Natur kann diese Strukturen nicht nur sichtbar machen, sondern auch die Wahrnehmung erweitern, Kreativität anfeuern und besondere Erlebnisse schaffen.

Um dies zu ermöglichen, nutzen wir die Methoden der ästhetischen Forschung. Dies bedeutet: Wir starten ergebnisoffen in einen sinnlichen und experimentellen Erfahrungsprozess in der Natur. Die daraus resultierenden Ergebnisse übersetzen wir in eine bildnerische Sprache.

Dafür stellen wir selbst Farben her, dokumentieren bei einem „Colour Walk“ die Farbnuancen der Natur, gestalten gemeinsam ein großes Bild und lassen eine selbst bemalte Leinwand mit der Natur verschmelzen. Der kreative Prozess erlaubt Offenheit, Stille und das Versinken im Augenblick.

Neben dem praktischen Tun tauschen wir uns über die Entwicklung eigener Formate für die Arbeit in den Schutzgebieten aus.

Eckdaten: Wir bleiben auf dem Außengelände des Wildniscamps