Biosphaerenreservat RhoenBiosphärenrerservat Rhön

Die Rhön – drei Länder und drei Landschaften. Ein deutsches Mittelgebirge mit allem was dazugehört und doch in vielem anders. Umrissen von den Flüssen Fulda, Werra, Fränkische Saale und Sinn liegt der Gebirgszug zugleich in Bayern, Hessen und Thüringen. Die Streuobstwiesen der Rhön sind ein charakteristisches Merkmal der Landschaft. An den Rändern vieler Dörfer hat sich diese Struktur erhalten können. Die Streuobstbestände gestalten das Landschaftsbild, sind Erholungsraum, Klimaausgleich und haben günstige Auswirkungen auf Boden- und Wasserschutz.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön steht für landschaftliche Vielfalt mit großem Artenreichtum. Beides hängt unmittelbar zusammen. Das „Land der offenen Fernen“ ist eine vom Menschen geschaffene Landschaft mit vielen Wiesen und Weiden. In dieser Kulturlandschaft, aber auch in den 3%-Wildnisgebieten, leben zahllose Tier- und Pflanzenarten, darunter viele gefährdete Arten. Auch die kulturelle Vielfalt mitsamt ihrer Geschichte, Dialekten, Riten und Traditionen sind ein wertvoller Schatz der Region.

Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön

Die drei Verwaltungen des Biosphärenreservats Rhön arbeiten eng mit EUROPARC und der Rhöner Apfelinitiative zusammen, um auf geeigneten Streuobstwiesen die Inwertsetzung von Ökosystemleistungen voranzubringen.

Rhöner-Apfelinitiative

Die Apfelinitiative verbindet als Netzwerk Menschen, denen der Erhalt der Rhöner Streuobstwiesen mit ihren Apfelbeständen am Herzen liegt. Dazu gehören die Apfelbauern und die Erzeuger von Apfelprodukten. Der Verein fördert Maßnahmen, die der Erhaltung, nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der rhöntypischen Streuobstbestände dienen.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb ist ein Landschaftsraum, in dem sich über Jahrhunderte eine durch menschliches Wirtschaften geprägte Kulturlandschaft ausgebildet hat. Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden mit rund 26.000 ha eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Die 1,5 Millionen Obstbäume im Schwäbischen Streuobstparadies sind zu jeder Jahreszeit ein besonderer Genuss: Im Frühling zeigt sich ein herrliches Blütenmeer und das Summen der Bienen erfüllt die Luft. Im Sommer hängen die Bäume voller Kirschen. Im Herbst reifen Äpfel, Birnen und Zwetschgen heran und ergeben ein buntes Bild. Selbst im Winter haben die schneebedeckten Wiesen einen besonderen Charme.

Prägend für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist seine vielfältige Kulturlandschaft mit strukturreichen Wald- und Offenlandbereichen. Besonders erwähnenswert sind dabei die Hangbuchenwälder, Schlucht- und Blockwälder sowie die Steppenheidewälder. Darüber hinaus zählen im Offenland Wacholderheiden, Kalkmagerweiden, Trockenrasen und Borstgrasrasen ebenso zu den prägenden Lebensräumen wie die großen zusammenhängenden Streuobstwiesen.

Verwaltung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegen die Projektflächen, die für die Inwertsetzung zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit der Verwaltung und dem Verein Streuobst-Paradies werden Naturschutzmaßnahmen auf den Flächen ausgelotet und umgesetzt.

Schwäbisches Streuobstparadies e. V.

Das übergeordnete Ziel des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies ist der Erhalt und die Vermarktung der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaft Mitteleuropas. Er nutzt hierzu die vielen bestehende Kompetenzen, Netzwerke und Aktivitäten der Mitglieder und führt sie konsequent zusammen, um Synergien zu nutzen.

Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald

Weite Wälder bestimmen das Landschaftsbild in den Bergen. Darin die bunten Bergwiesen. Kleine Waldsiedlungen an alten Handelswegen – ein Stück Beschaulichkeit im Thüringer Wald. Der Rennsteig, bekannter Höhenwanderweg, folgt der Kammlinie mehr als einhundertsechzig Kilometer: über den höchsten Berg Thüringens, an geschützten Hochmooren vorbei, zu ergreifenden Panoramablicken über das Thüringer Land.

Diese Landschaft ist seit 1979 UNESCO-Biosphärenreservat. Es zeichnet sich durch einen hohen Waldanteil von fast 90 % aus. Die drei höchsten Berge des Thüringer Waldes, der Große Beerberg, der Schneekopf und der Große Finsterberg liegen im Gebiet. Tief eingeschnittene Täler, wie das Vessertal, das Nahetal und das Schortetal, geben der Landschaft ihr charakteristisches Gepräge. Die Talgründe der großen Täler sind seit Jahrhunderten gerodet und werden von artenreichen, landschaftlich reizvollen Talwiesen eingenommen. Dazu kommen die im Wald eingestreuten Bergwiesen und Grünlandflächen. Im Wald prägt die Fichte mit einem Anteil von ca. ¾ des Baumbestandes das Erscheinungsbild, vor allem in den Kammlagen und der Nordostabdachung. Auf der Südostabdachung des Gebirges nimmt die Rotbuche einen deutlich höheren Waldanteil ein.

Verwaltung des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald

Die Verwaltung des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald stellt sich dem Klimawandel entgegen und beginnt, durch einen behutsamen Waldumbau das Ökosystem anzupassen. Für einige Maßnahmen arbeitet das Bosphärenreservat zusammen mit EUROPARC im Inwertsetzungsprojekt.

ThüringenForst

Das Waldland Thüringen steht im Mittelpunkt aller Tätigkeiten von ThüringenForst. Für rund 180.000 Waldeigentümer in Thüringen stellt Wald eine zum Teil erhebliche Einkommensquelle dar. Diese unterschiedlichen Ansprüche überschneiden sich manchmal.ThüringenForst arbeitet als Dienstleister mit diesen Überschneidungen und gestaltet die Kulturlandschaft Wald im Einklang mit der Natur.

Naturpark TERRA.vita

Vom großen Weserbogen an der Porta Westfalica über Osnabrück bis zum Hahnenmoor im Artland und von Bielefeld bis zum Wasserdreieck Mittellandkanal/Dortmund-Ems Kanal in Hörstel erstreckt sich der Naturpark TERRA.vita. Der Naturpark TERRA.vita gehört zu den wenigen Naturparken in Deutschland mit unterschiedlichen – und daher abwechslungsreichen Landschaftsformen. Der Naturpark lässt sich auf zahlreichen Wanderwegen, Radwegen oder auf dem Wasser entdecken. Mischwald, Fließgewässer, Seen, Moor, Grünland, Hügellandschaft wechseln im Landschaftsbild ab.

Verwaltung des Naturparks TERRA.vita

Der Naturpark TERRA.vita arbeitet mit EUROPARC im Inwertsetzungsprojekt zusammen und stellt Flächen für den Waldumbau und für Naturschutzmaßnahmen im Gewässerbereich zur Verfügung.