„Ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von EUROPARC Deutschland ist die Zusammenarbeit von staatlichen Stellen und den Nichtregierungsorganisationen, die sich in vielfältiger Weise für die Nationalen Naturlandschaften engagieren. Die AG ist die zentrale Plattform innerhalb von EUROPARC Deutschland, auf der sich die ehrenamtlich Tätigen vernetzen und ihre Erfahrung, ihr Fachwissen und ihre Meinung in den Diskussionsprozess einbringen.“
Stefan Lehrke, stv. Vorsitzender Förderverein Nationalpark Eifel e.V

In der Arbeitsgruppe NGOs sind im Wesentlichen die Nichtregierungsorganisationen, die sich bei EUROPARC Deutschland engagieren, organisiert. Dazu gehören neben den großen, bundesweit aktiven Verbänden wie NABU, BUND und WWF auch die Fördervereine und Freundeskreise der Großschutzgebiete sowie viele Stiftungen, aber auch kleinere, z. T. nur landesweit oder regional organisierte Vereine und Naturschutzorganisationen. Die AG NGOs versteht sich als Diskussions- und Koordinationsplattform für alle, insbesondere ehrenamtlichen Institutionen, die sich für die Belange der Nationalen Naturlandschaften einsetzen. Hierdurch soll einerseits die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, andererseits die Rolle und das Gewicht der Verbände innerhalb und außerhalb von EUROPARC Deutschland  gestärkt werden.
Vom 08. bis 10. Juni 2018 hat die Arbeitsgruppe ihr Jahrestreffen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auf der Hallig Hooge durchgeführt.  Am 13. November fand die obligatorische AG-Sitzung im Vorfeld der Mitgliederversammlung in Uder/Thüringen (Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal) statt.
Ein Schwerpunktthema im letzten Jahr war die Zusammenarbeit zwischen den Fördervereinen/Freundeskreisen und den Verwaltungen des jeweiligen Großschutzgebietes bzw. der Nationalen Naturlandschaft (NNL). Im Zentrum stand dabei die Frage, wie die Kommunikation und Kooperation verbessert sowie gemeinsame Konzepte zur Entwicklung des jeweiligen Schutzgebietes entwickelt werden können. Dabei ist es den AG-Mitgliedern wichtig, dass die Fördervereine/Freundeskreise ihre Rolle als sachkundiger, konstruktiver Kritiker und Förderer sowie möglichst neutraler Vermittler unabhängig von staatlichen Institutionen wahrnehmen können. Ausdrücklich sollen Bürger und Gesellschaft so weit wie möglich in den Diskussionsprozess mit den Schutzgebietsverwaltungen eingebunden werden.
Als weiteres Schwerpunktthema wurde im letzten Jahr das „Networking“ innerhalb und außerhalb der AG bzw. von EUROPARC Deutschland diskutiert. Ziel ist es, die breite Basis, über die die AG NGOs durch die große Anzahl unterschiedlichster Organisationen verfügt, als Alleinstellungsmerkmal und Stärke der AG besser herauszuarbeiten. In einem weiteren Schritt könnt das vorhandene Netzwerke durch neue Querverbindungen weiter ausgebaut und so noch effektiver für die Arbeit auf lokaler, regionaler und Bundesebene genutzt werden.
Die AG hat sich darüber hinaus mit der Landwirtschaftspolitik (insbes. EU/GAP) und deren Auswirkungen auf die Schutzgebiete/NNL befasst. Die AG NGOs sieht nicht nur in den Biosphärenreservaten (im Sinne des MAB-Programms), sondern auch in den Naturparken Modellgebiete, in denen die Interessen von integrativem Naturschutz und nachhaltiger Landwirtschaft noch stärker in Übereinstimmung gebracht werden können. Um eine naturverträgliche Landwirtschaft zu fördern und den Verlust an Biodiversität zu bremsen sowie einen effektiven Landschaftsschutz zu gewährleisten, sollten die einzelnen NNL im Rahmen ihrer Möglichkeiten regionale, gebietsspezifische Ziele formulieren und proaktiv umsetzen. Hierbei können die NGOs auf der regionalen Ebene eine wichtige Rolle als Initiator und Unterstützer spielen.
Ein ständiges Thema in der AG NGOs war in den letzten Jahren immer auch die Bildungsarbeit in den NNL. Da dieses Thema auch in mehreren anderen AGs immer weiter an Bedeutung gewann, wurden die Bestrebungen in 2018 konkret, eine eigene AG Bildung zu gründen. Aus der AG NGOs heraus engagierte sich Sabine Wichmann als kommissarische Sprecherin für die neue AG. Auf der letzten Mitgliederversammlung verkündete der Vorstand, dass dem entsprechenden Antrag vom 05.11.2018 zugestimmt wurde. Damit werden die bisher in der AG NGOs diskutierten bildungsrelevanten Themen zukünftig in der neuen AG Bildung verankert. Ein intensiver Austausch zwischen den beiden AGs ist vereinbart.
Das nächste Jahrestreffen der AG NGOs  ist für den 14. bis 16. Juni 2019 im Nationalpark Schwarzwald geplant. Thematische Schwerpunkte sollen u. a. die Zusammenarbeit der Fördervereine/Freundeskreise mit den NNL-Verwaltungen sowie das Networking innerhalb und außerhalb von EUROPARC sein.