„Da Naturschutz und Nationalparks Aufgaben der Bundesländer sind, ist die fachliche Arbeit der AG unverzichtbar, um über alle Ländergrenzen hinweg Ziele und Maßnahmen abzustimmen. Auf diese Weise kann die Umsetzung der für alle geltenden Standards unterstützt werden. Nur so lässt sich eine synchrone Weiterentwicklung der deutschen Nationalparks sicherstellen.“
Manfred Bauer, Leiter Nationalpark Kellerwald-Edersee

Unsere AG tagte im Jahr 2018 wieder regulär zwei Mal, im Frühjahr im Nationalpark Hunsrück-Hochwald und im Herbst im Rahmen der Mitgliederversammlung von Europarc Deutschland in Uder/Thüringen.

Insbesondere die Besetzung der Sprecherfunktion sowie des als Vertreter der Nationalparke agierenden Vorstandsmitglieds beschäftigte die AG sehr intensiv. Bei der Sprecherfunktion einigte sich die AG auf ein rotierendes System, in dem die Sprecherfunktion alle zwei Jahre auf ein anderes AG-Mitglied übergeht. Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee, wird als Sprecher bis zum Jahresende 2019 fungieren und durch einen Vertreter unterstützt, der dann zum Jahresanfang 2020 übernehmen wird.

Für den Vorstand wurde Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, nominiert und bei der Mitgliederversammlung im Herbst zum Vorstandsvorsitzenden nahezu einstimmig gewählt.

Die AG setzte sich auch mit dem Entwurf für ein Finanzierungskonzept für Europarc Deutschland auseinander. Hier bestand große Einigkeit, dass die Finanzierung der Grundaufgaben des Dachverbands wenigstens zu einem wesentlichen Teil durch die Mitgliedsbeiträge sichergestellt werden müsse, um die Abhängigkeit von (volatilen) Drittmitteln zu verringern und eine personelle und fachliche Kontinuität zu gewährleisten. Eine vollkommene Deckung der Fixkosten der Geschäftsstelle hält die AG jedoch nicht für möglich. Es muss daher weiter daran gearbeitet werden, eine langfristige Finanzierung durch Zuschüsse seitens staatlicher Stellen zu erreichen.

Die AG vereinbarte eine stärkere Kooperation der Nationalparke im Forschungsbereich sowie eine aktivere Rolle bei der Auswahl von Forschungsthemen, die für alle oder einen größeren Teil der deutschen Nationalparke von Interesse sind. Als ersten Schritt in diese Richtung wurden vier Vorhaben identifiziert, für die beim Bundesamt für Naturschutz eine Finanzierung beantragt werden soll. Die Vorhaben werden jeweils von mehreren Nationalparken entwickelt und getragen.

Großen Raum nahm auch die Diskussion über die in den vergangenen Jahren durchgeführte Zwischenevaluierung der Nationalparke ein. Die Teilnehmer waren sich einig, dass für künftige Evaluierungen eine Überarbeitung des Fragenkatalogs nötig sei, insbesondere sollte der Umfang gestrafft, Dopplungen/Überschneidungen vermieden und in Teilen präzisere Fragen entwickelt werden.

Einhellige Zustimmung gab es in der AG für die geplante Namensänderung, ebenso einig waren sich die Teilnehmer, dass weiter eine engere Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Naturparke angestrebt werden sollte.