„EUROPARC Deutschland fördert und unterstützt eine gemeinsame Identität der Nationalen Naturlandschaften.“
Eugen Nowak, Leiter des Biosphärenreservats Spreewald

Aufbauend auf den Impulsen des Aktionsplanes von Lima und der MAB-Strategie 2015–2025 hat das Deutsche MAB-Nationalkomitee 2017 zwei Positionspapiere beschlossen, die die aktuelle strategische Ausrichtung des Weltnetzes der Biosphärenreservate an der Agenda 2030 mit den „Sustainable Development Goals“ für die deutschen Biosphärenreservate konkretisieren. Sie widmen sich der Zonierung der deutschen Biosphärenreservate und der Umsetzung des Aktionsplanes von Lima in Deutschland. Einzelne Länder erarbeiten zurzeit auf dieser Grundlage länderspezifische Umsetzungspläne. Ein weiteres Papier zum Nachhaltigen Wirtschaften wird im Rahmen eines vom BfN vergebenen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Qualitätssicherung und -verbesserung der deutschen UNESCO-Biosphärenreservate – Operationalisierung der Nationalen Anerkennung- und Überprüfungskriterien zum Nachhaltigen Wirtschaften (Kriterien 21–25)“ erarbeitet.
Darüber hinaus hat das Papier zur Mitwirkung der deutschen Biosphärenreservate im Weltnetz von 2016 zu einer deutlichen Steigerung der internationalen Aktivitäten geführt.
In Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle bei EUROPARC ist das „Integrative Monitoring für Großschutzgebiete“ 2017 angelaufen. EUROPARC hat sich mit der Michael-Succow-Stiftung und der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde auf eine Partnerschaft zur Bildung des biosphere.center verständigt. Das biosphere.center ist eine wissenschaftsbasierte und praxisorientierte Partnerschaft, die sich der Unterstützung von Biosphärenreservaten weltweit widmet, indem sie den Stand des aktuellen Wissens zu Biosphärenreservaten als Modellgebiete nachhaltiger Entwicklung systematisch aufbereitet, diesen breit verfügbar macht und die Akteure international vernetzt. Es bietet Aus- und Weiterbildung an und berät Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Das 2016 eingerichtete Biosphärengebiet Schwarzwald wurde 2017 vom ICC als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Die Wattenmeer-Biosphärenreservate und das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe haben 2017 die periodische Überprüfung durch das Deutsche MAB-Nationalkomitee erfolgreich abgeschlossen, die Wattenmeere wurden auch vom ICC evaluiert.
Die AG Biosphärenreservate traf sich 2017 zu ihren regelmäßigen Beratungen in Suhl (Biosphärenreservat Thüringer Wald) gemeinsam mit dem MAB-NK und in Binz (Biosphärenreservat Südost-Rügen), gemeinsam mit der EUROPARC Mitgliederversammlung.
Die Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission wurde vertieft.
Deutschland wird sich in die künftige Arbeit der UNESCO mit den Schwerpunkten MAB-Programm, Biosphärenreservate und Bildung für Nachhaltige Entwicklung einbringen.